Montag, 20. November 2017

SPD-Niedersachsen: Es werde kein Rollback in der Bildungspolitik geben

Stephan Weil Quelle: Staatskanzlei Hannover, Foto: Philipp Ditfurth
„Eine politische Wende findet nicht statt", verkündete Stephan Weil, Landesvorsitzender der SPD beim Landesparteitag der niedersächsischen SPD. Die Delegierten stimmten mit großer Mehrheit einer Koalition mit der SPD zu.

Vor allem was die Bildungspolitik angeht, betonte Weil, dass es kein Zurück in der Bildungspolitik geben würde.

Die Aussage ist von Gewicht, denn gerade in der Schulpolitik wurde ein dezidiert linker Kurs gefahren. Frauke Heiligenstadt (SPD), Kultusministerin in der vergangenen Legislaturperiode, betrieb eine ideologische und vor allem nivellierende Schulpolitik. Bei den Strukturdebatten fühlte man sich in die 1970er-Jahre zurückversetzt. Neuer Kultusminister ist Grant Hendrik Tonne (SPD). 

Die CDU, der Koalitionspartner der SPD, konnte fast keine Akzente in der Schulpolitik setzen. Im Wesentlichen wird die betont linke Politik der vorherigen rot-grünen Koalition fortgesetzt.

Radikalfeministinnen gegen SOS-LEBEN-Büro: Wir werden immer und überall angreifen

(Pressemitteilung der Aktion SOS LEBEN - DVCK e.V., Frankfurt am Main 18. November 2017) Eine linksextreme Gruppe, die sich „Einige autonome Feminist*innen“ nennt, hat sich schriftlich zum Angriff auf das Büro der Aktion SOS LEBEN bekannt.

Das Schreiben wurde in Indymedia.org veröffentlicht. Die radikalen Feministinnen bekunden ausdrücklich, weiterhin zu Gewalttaten bereit zu sein: „Wer sich unserer Selbstbestimmung in den Weg stellt, muss immer und ueberall damit rechnen gestoert, aufgehalten und angegriffen zu werden!“

Der Angriff auf SOS Leben wird begründet als Racheakt für die Beteiligung der Aktion an den „40 Tagen für das Leben“ vor der Frankfurter Beratungsstelle von „Pro Familia“ im Frühjahr und im Herbst dieses Jahres. Ein weiterer Grund sind diverse Hausdurchsuchungen der Polizei im linksautonomen Milieu Frankfurts im November.

Der linksradikale Angriff auf das Büro fand am 16. November um ca. 2:30 Uhr statt. Die Polizei stellte die Straftatbestände Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch fest und leitete Ermittlungen ein. Der Fall wurde von einer polizeilichen Stelle übernommen, die sich mit politischer Kriminalität befasst.

Eine Wand des Hauses wurde komplett mit der Farbe Pink beschmiert, samt Fenster und Holztäfelung. Dafür wurde ein Feuerlöscher mit Farbe verwendet. An alle drei Außenwände wurden anarchistisch-feministische Graffitis gesprüht, sowie Slogans wie „Gott ist tot“ und „My Body, my choice“ angebracht.

Die Frankfurter Rundschau berichtete ausführlich über die Aggression und gab folgende Einschätzung von Mathias von Gersdorff, Lebensrechts-Aktivist bei SOS LEBEN, wieder: „Mathias von Gersdorff, Mitglied der DVCK, der nach eigenen Angaben selbst in dem beschmierten Haus wohnt, sagte der FR, man wolle ihn ganz offensichtlich einschüchtern und in seiner Nachbarschaft „richtig an den Pranger stellen“. Während die Diskussion um Abtreibungen früher mit politischen Argumenten ausgetragen worden sei, würden gerade christliche Abtreibungsgegner seit einigen Jahren immer massiver angegangen. „Die Aggressivität ist immer größer geworden“, sagte von Gersdorff. Er werde sein langjähriges Engagement gegen Schwangerschaftsabbrüche dennoch nicht aufgeben.“

Für Rückfragen: Mathias von Gersdorff 069 957 805 14

Links

Bildgalerie mit Fotos des Angriffes: https://aktion-sos-leben.blogspot.de/2017/11/angriff-auf-sos-leben-buro-mit.html

FR-Artikel vom 18. November: http://www.fr.de/frankfurt/farbattacke-in-frankfurt-farbe-gegen-abtreibungsgegner-a-1390230

Bekennerschreiben der “autonomen Feminist*innen“: https://de.indymedia.org/node/15235

Freitag, 17. November 2017

Koalition Niedersachsen: CDU ohne schulpolitisches Profil/Gender bleibt

Ministerpräsident Stephan Weil, Quelle: Staatskanzlei Hannover / Christian Burkert
Mathias von Gersdorff

Am Vormittag des 16. Novembers 2017 traten die Spitzenpolitiker von SPD und CDU, Stephan Weil und Bernd Althusmann vor die Presse nach nur zwei Wochen Koalitionsverhandlungen in überraschender Eintracht um zu verkündigen, dass sie eine „große Koalition“ bilden würden.

Der alte und künftige Ministerpräsident Stephan Weil und Bernd Althusmann, der das Amt des Wirtschaftsministers übernehmen wird, betonten, dass das Thema Bildung in den Verhandlungen besonders wichtig gewesen sei (wie das schon während des Wahlkampfes der Fall war). 


Man hätte sich aber gut geeinigt. Weil: „Der Schulfrieden ist geschlossen und vereinbart“.


Diese Aussage ist bedeutsam, denn während des Wahlkampfes war Schule eines der wichtigsten Themen. Die Empörung bei Eltern und Lehrern kannte keine Grenzen. Maßgeblich für diese Situation war Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), die eine dezidiert egalitäre und ideologisch orientierte Bildungspolitik betrieb. Ihre Schulpolitik war dermaßen verfehlt, dass sie die Lehrerverbände gegen sich aufgebracht hat. Nach der letzten Landtagswahl gab sie bekannt, keinem Kabinett mehr angehören zu wollen.


Die wichtigsten Bildungspolitischen Punkte des „Schulfriedens zwischen CDU und SPD“ lauten:


Kindergärten sollen kostenfrei werden. 

Weitere 1.000 Lehrerstellen sollen geschaffen werden.
Es gibt weiterhin keine Schullaufbahnempfehlung nach der vierten Klasse. Die Noten „1“ bis „6“ werden dagegen wieder Pflicht.
Inklusion: Die Förderschulen bleiben zunächst weiter bestehen. Die Schulträger hätten damit die Möglichkeit, an diesen Schulen weitere vier Jahre lang Kinder einzuschulen, wodurch der Übergang zur vollständigen Inklusion verlängert worden ist. 

Was ist davon zu halten?


1. Es fällt auf, dass die Lerneinheit „Sexuelle Vielfalt“ nicht behandelt worden ist, obwohl sie noch vor wenigen Jahren scharf von der CDU angegriffen worden ist. So wie es aussieht, hat sich die CDU auch in Niedersachsen mit Gender in den Schulen abgefunden.


2. „Kostenlose Kindergärten“ klingt zwar zunächst sehr schön und sozial. Doch die SPD verbindet damit das mittel- oder langfristige Ziel, Kindergärten (und später Kitas) zur Pflicht zu machen. Zudem ist überhaupt keine Kompensation für Eltern vorgesehen, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken wollen oder können. Das ist bemerkenswert, weil das Interesse für private und flexible Erziehungsmodelle rasant steigt. Die Privatschulen (wo die Eltern mehr Einfluss haben) werden beispielsweise aufgrund der Bildungsmisere immer beliebter. Die Maßnahmen in Niedersachsen setzen dafür einseitig auf den Staat. 


3. Die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung ist eine alte rot-grüne Maßnahme, die nicht nur leistungsfeindlich ist, sondern auch Konzepten der linken Emanzipationspädagogik folgt, wie etwa, dass das Kind sich mehr oder frei entwickeln soll, ohne zu versuchen, auf es Einfluss zu nehmen oder es zu fördern.


4. Inklusion klingt auch zunächst positiv, doch landauf, landab wird kritisiert, das Konzept es sei nicht praktikabel, jedenfalls nicht in der umfassenden Form, wie die Schulpolitiker das vorschreiben. In Hessen sind Schulleiter auf die Barrikaden gegangen und beschweren sich, dass ein normaler Unterricht völlig unmöglich sei. Inklusion war auch eines der Lieblingsthemen der alten und äußerst unbeliebten Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt (SPD). Die neue Koalition Niedersachsens hat wohl eingesehen, dass Inklusion mit der Brechstange nicht möglich ist, am Grundkonzept scheint sie nichts ändern zu wollen.


Fazit: Die Schulpolitik in Niedersachsen bleibt im Wesentlichen eine rot-grüne Schulpolitik. Obwohl die Schule ein traditionelles Feld der CDU ist, hat sie nicht die Kraft oder den Willen gehabt, eigene Akzente oder gar den Kultusminister zu stellen. Nur in Kleinigkeiten erkennt man die alten schulpolitischen Prinzipien der CDU, wie etwa in der Wiedereinführung von Noten in der Grundschule. 


SPD und CDU werden am Wochenende Landesparteitage abhalten, in denen über den Koalitionsvertrag abgestimmt. Am 22. November wird voraussichtlich die neue Landesregierung vom Landtag gewählt werden.


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung




Mittwoch, 15. November 2017

++EILT++ Aktion: Rot-Schwarz in Niedersachsen zu Lasten der Schulkinder?

Bernd Althusmann, CDU-Spitzendkandidat in Niedersachsen. Foto Pressefoto Berndaklthusmann.de
Auf mehr oder weniger hermetische Art und Weise sind sich SPD und CDU in Niedersachsen näher gekommen und nun kurz davor, eine rot-schwarze Landesregierung unter Führung von Stephan Weil (SPD) zu bilden.

Wie diese unerwartete Koalition zusammenkommen konnte, ist klar:

Die CDU hat weitgehend darauf verzichtet, Profil in den polemischen Themen zu zeigen.

So ist nicht zu vernehmen, dass die CDU gegen die 2014 eingeführte "Lerneinheit 'Sexuelle Vielfalt' in den Schulen" etwas unternommen hätte.

Zur Erinnerung:

Als die "Lerneinheit sexuelle Vielfalt" Ende 2014 in Niedersachsen diskutiert wurde, sparte die CDU, mit Recht, nicht mit harten Worten, um das Projekt anzugreifen.

Die niedersächsische CDU kritisierte damals das Gesetz scharf und warf der rot-grünen Landesregierung vor, die Schüler mit Sex-Inhalten zu überfordern. Die Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock erklärte damals: "Auf keinen Fall kann es sein, dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten."

Auch die Schüler-Union protestierte damals energisch gegen die Einführung der Ideologie der "sexuellen Vielfalt" (ein Codewort für Gender) in den Schulen: "Laut der Rot-Grünen Logik wären selbst Mathebücher, in denen Textaufgaben mit einem 'normalen heterosexuellen' Paar und Kindern auftauchen, ohne irgendwelche Aufgaben mit homo- oder bisexuellen Eltern eine offene Diskriminierung. Bereits da muss man sich schon fragen, wie angemessen sind diese Pläne der Landesregierung."

Solche Töne hat man vom CDU-Chef Bernd Althusmann nicht gehört.

Obwohl Althusmann bis 2013 Kultusminister Niedersachsens war und deshalb genau weiß, wie schädlich die "Lerneinheit sexuelle Vielfalt" ist.

In dieser Situation ist unser eiliges Handeln unbedingt erforderlich.

Deshalb bitte ich Sie, unten stehenden Brief (Vorschlag, Sie können natürlich auch einen anderen Text verwenden) dringend an den CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann zu schicken, entweder postalisch oder als Email.

Mit herzlichen Grüßen
Mathias von Gersdorff


*   *   *

CDU in Niedersachsen
Landesgeschäftsstelle
– Wilfried-Hasselmann-Haus –
Hindenburgstraße 30
30175 Hannover
Telefon: 0511 – 2 79 91-0

info@cdu-niedersachsen.de

Sehr geehrter Herr Althusmann,

seit Ende 2014 gilt in Niedersachsen die Lerneinheit "Sexuelle Vielfalt". Diese sieht vor, dass Kinder vom ersten Grundschuljahr an in der Gender-Ideologie unterwiesen werden und alles über Patchwork-Familien, Transsexualität, Homosexualität, Bisexualität und "sexuelle Vielfalt" erfahren. Zudem werden alle möglichen "Partnerschaftsformen" erläutert, wobei die traditionelle - also die eigentliche - Familie, völlig in den Hintergrund geraten ist.

Obwohl diese "Lerneinheit sexuelle Vielfalt" ein Angriff auf das Elternrecht auf Erziehung und auf die Unschuld der Kinder darstellt, konnte in der Öffentlichkeit nicht vernommen werden, dass Sie während der Koalitionsverhandlungen mit der SPD dagegen protestiert hätten.

Ganz anders hat sich die CDU noch Ende 2014 geäußert, als diese "Lerneinheit" diskutiert wurde.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock erklärte damals: "Auf keinen Fall kann es sein, dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten."

Die Schüler-Union protestierte damals scharf gegen die Einführung der Ideologie der "sexuellen Vielfalt": "Laut der Rot-Grünen Logik wären selbst Mathebücher, in denen Textaufgaben mit einem 'normalen heterosexuellen' Paar und Kindern auftauchen, ohne irgendwelche Aufgaben mit homo- oder bisexuellen Eltern eine offene Diskriminierung. Bereits da muss man sich schon fragen, wie angemessen sind diese Pläne der Landesregierung."

Wie ist es möglich, dass Sie und die CDU sich heute in Schweigen hüllen?

Eine Koalition mit der SPD kann nicht zu Lasten der Schulkinder gebildet werden.

Deshalb bitte ich Sie: Die Lerneinheit "Sexuelle Vielfalt" muss aus dem Lehrprogramm komplett gestrichen und jedem weiteren Versuch einer Gender-Indoktrination in Niedersachsens Schulen muss ein Riegel vorgeschoben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Samstag, 4. November 2017

Grüne Jugend pocht auf „links-emanzipatorischem“ Kurs

Mathias von Gersdorff

Von der Nachwuchsorganisation der Grünen, der Grünen Jugend, hat man schon länger nichts gehört.

Offensichtlich hat man ihnen befohlen, während des Wahlkampfes den Mund zu halten, um das Wahlergebnis nicht zu gefährden.

An der Grünen Jugend kann man jedoch noch am besten sehen, was die GRÜNEN wirklich sind, nämlich eine fanatische und radikale Partei mit einem obsessiven Hang zu utopischen Ideen und Moralismus.

Doch nun ist jede Selbstbeherrschung wieder verflogen und die "Grüne Jugend" drischt wieder ihre radikalen Sprüche.

Am 19. Oktober hat sich die Grüne Jugend mit der Antifa solidarisiert, als der "Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)" den Linksextremisten die Nutzung des Münchner Gewerkschaftshauses für einen Kongress verweigert hatte.

Aufgrund der Sondierungsgespräche in Berlin zwischen CDU, CSU, FDP und Grüne, hat nun die "Grüne Jugend" ein Papier formuliert, das im Grunde eine Regierungsbeteiligung der Grünen ausschließt. Sie schreiben:

"Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und damit für die GRÜNE JUGEND ist eine Regierungsbeteiligung mit CDU/CSU und FDP existenzgefährdend. Unsere Glaubwürdigkeit und die Perspektive, als links-emanzipatorische Kraft progressive Politik umzusetzen, stehen auf dem Spiel."

Damit wird einmal mehr deutlich, dass die Grünen eine wahrhaft radikale Partei ist, die rücksichtslos die Durchsetzung ihrer Ideologie vorantreibt.

Die Union kann auf keinen Fall eine Koalitionsbildung mit einer dermaßen radikalen, fanatischen und antichristlichen Partei anstreben.

Deshalb bitte ich Sie, sich heute noch an dieser wichtigen Initiative zu beteiligen: Keine Koalition der Union mit den Grünen! 

http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Die "Grüne Jugend" hat schon Widerstand gegen die sog. Jamaika-Koalition angekündigt: "Sollte ein fertig verhandelter Koalitionsvertrag keine maßgeblichen Weichenstellungen für positive Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse  [aufweisen]. . . werden wir als GRÜNE JUGEND den Koalitionsvertrag ablehnen und auch der daraus gebildeten Regierung unsere Positionen konsequent entgegenstellen."

Kein Wunder auch, dass die "Grüne Jugend" die Einführung der Extremismusklausel ablehnt. Diese Klausel soll gewährleisten, dass linksextremistische Organisationen kein Geld vom Staat erhalten, wie das in der Vergangenheit oft passiert ist. 

Angesichts der Tatsache, dass viele in der CDU eine Koalition mit dieser Partei geradezu enthusiastisch anstreben, müssen wir uns zu Wort melden:

Deshalb bitte ich Sie, sich heute noch an dieser wichtigen Initiative zu beteiligen: Keine Koalition der Union mit den Grünen! 

http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Ich muss gestehen: Mich wundern diese Stellungnahmen der "Grünen Jugend" nicht im Geringsten. Wer lesen kann, weiß schon seit langen, dass die Grüne Jugend radikal, kompromisslos und utopistisch ist.

Was mich wundert, ist, dass der Widerstand innerhalb CDU/CSU gegen die Bildung einer Koalition mit einer Partei, die eine solche Nachwuchsorganisation unterhält, so gering ist.

Jeder halbwegs informierter Politiker müsste inzwischen wissen, welche Positionen die Grünen in ihren Reihen dulden.

Im Sommer hat die "Grüne Jugend" scharf gegen die Schließung des linksextremistischen Internetportals "Linksunten.Indymedia" protestiert. Dieses Portal gab sogar Anweisungen zum Basteln von Bomben und rief offen zu Gewalt auf. Die Gewaltorgie am G-20-Gipfels in Hamburg wurde über diese Plattform koordiniert.

Die "Grüne Jugend" dazu: "Aus wahlkampftaktischem Kalkül eine der wichtigsten Informationsquellen gegen rechte Gewalt zu kriminalisieren, ist schlicht verantwortungslos und spielt den rechten Antidemokraten in die Hände. Wir verurteilen diese Maßnahme daher aufs Schärfste und erklären uns solidarisch mit indymedia.linksunten.org!"

Die Liste radikaler Positionen der Grünen Jugend ist lang:

Die Grünen wollen aus den Schulen Gender-Indoktrinationsstätten machen.
Die Grüne Jugend will die Zweigeschlechtlichkeit überwinden.
der ehem. MdB Hans-Christian Ströbele wollte Inzestverbot aufheben.
Die Grüne Jugend will Ehe abschaffen.
Die Grüne Jugend will Mehr-Eltern-Adoption.
Die Grüne Jugend will Drogen liberalisieren.
Die Grünen wollen den Ehegattensplitting abschaffen.

Haben Sie schon mal gehört, dass sich die Parteispitze oder zumindest namhafte Politiker der Grünen jemals von diesen radikalen Positionen distanziert hätten?

Das werden sie auch nicht tun. Die Grünen haben sich vor den Wahlen halbwegs moderat (für ihre Verhältnisse) präsentiert, weil sie ein Wahldebakel wie in 2013 verhindern wollten.

Doch in Wahrheit streben sie nach wie vor die Durchsetzung ihrer absurden politischen Ideen an.

Es ist deshalb schlichtweg verantwortungslos, wenn Politiker der CDU und der CSU meinen, man könne mit solchen Fanatikern eine sinnvolle Politik gestalten.

Das Ergebnis einer solchen Naivität sehen wir beispielsweise in Hessen:

Die Hessen-CDU haben die absurden und gefährlichen gesellschaftspolitischen Vorstellungen der Grünen übernommen und ist dabei, aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen.

Diesen ideologischen Sieg der Grünen über die C-Partei wurde im Wahlprogramm gefeiert: "In den Landesregierungen haben wir hier auch gegen Widerstände klare Akzente gesetzt, zum Beispiel mit den Bildungsplänen zur sexuellen Vielfalt in Baden-Württemberg und in Hessen".

Wir dürfen nicht naiv sein: Wo die Union mit den Grünen regiert, kommt es zur Katastrophe, weil die Union bereit ist, die groteske Ideologie der Grünen zu übernehmen, um an der Macht zu bleiben.

Was eine Allianz der Union mit den Grünen konkret bedeutet, ist klar:

• Akzeptanz der Gender-Ideologie durch die CDU.
• Gender-Indoktrination der Kindergarten- und Schulkinder.

Eine Koalition der Union mit den Grünen wäre ein Verrat an den christlichen Werten und Prinzipien Deutschlands und für die Christdemokratie ruinös.

CDU und CSU dürfen nicht der Versuchung erliegen, ihr christliches Erbe preiszugeben, um auf diese Weise an der Macht zu bleiben.

Wir müssen uns in dieser entscheidenden Stunde für unser Land zu Wort melden.

Deshalb ist es so wichtig, dass Sie an dieser neuen Initiative von "Kinder in Gefahr" teilnehmen: 

http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Für unsere Kinder, für die Familien, für die christlichen Wurzeln unseres Landes.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Mathias von Gersdorff


PS: "Bündnis 90/Die Grünen" unternehmen seit Jahren einen erbitterten Feldzug gegen Ehe, Familie und christliche Werte in Deutschland.

Und die letzten Stellungnahmen der "Grünen Jugend" haben deutlich gezeigt: Diese Partei hat sich nicht verändert und ist nach wie vor radikal und fanatisch.

Angesichts der Tatsache, dass viele in der CDU eine Koalition mit dieser Partei geradezu enthusiastisch anstreben, müssen wir uns zu Wort melden:

Bitte beteiligen Sie sich noch heute an dieser wichtigen Initiative: Keine Koalition der Union mit den Grünen! 

http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Helfen Sie uns bitte auch, permanent aktiv bleiben zu können mit Ihrer großzügigen Spende von 15, 25, 50 oder 100 Euro.



Ihre Spende für die Aktion Kinder in Gefahr

Samstag, 28. Oktober 2017

Der wahre „Sexismus-Skandal“ ist die Sexualisierung der Kinder

Mathias von Gersdorff

Gegenwärtig sind die Zeitungen wieder voll mit Schlagzeilen über einen grassierenden „Sexismus“ in unserer Gesellschaft.

Die Kritik bzw. die Vorwürfe sind oft berechtigt, wie beispielsweise bei den Missbrauchsfällen in der Filmindustrie von Hollywood. Manchmal wird aber aus linksideologischen und feministischen Gründen übertrieben.

Am meisten überrascht mich die empörte Kritik aus linken oder feministischen Kreisen an der Werbung, die Frauen halbnackt oder in erotischen Posen zeigt.

Beim Lesen dieser Kritik am „grassierenden“ Sexismus in Deutschland frage ich mich immer wieder:

Haben sich die linken oder feministischen Empörten jemals Gedanken gemacht, dass Kinder in jeder Tankstelle problemlos alle möglichen Nackt- und Sexfotos sehen können?
Haben sich die linken oder feministischen Kritiker jemals darüber aufgeregt, dass Erotik aus dem Fernsehen nur so hervorquillt und für Kinder jeden Alters zugänglich ist?
Wann haben diese linken und feministischen Kommentatoren zuletzt gegen die Flut von Pornographie im Internet protestiert, durch die die Kinder und Jugendliche sexuell verwahrlosen?

Aber das ist noch längst nicht alles.

In welcher Art Publikation würde man normalerweise meinen, dass folgender Satz gedruckt steht: „Lustvolle Entdeckung des eigenen Körpers und der eigenen Genitalien, Zärtlichkeit und körperliche Nähe?

Nein, diesen Satz habe ich nicht aus der Werbung für einen Sexratgeber, -Roman oder -Magazin entnommen.

Dieser Satz steht in den „Richtlinien zur Sexualerziehung für die Schulen des Saarlandes“ und beschreibt eines der Themenbereiche für die Schüler in der 5. bis zur 7. Klasse.

Sie sehen selbst: Die öffentliche Debatte über „Sexismus“ ist verlogen, denn sie ignoriert die wichtigsten Opfer der Sexualisierung der Öffentlichkeit durch erotische Werbung, Medien und Internet:

Die Kinder!

Die Kinder sind die Ersten, die von der Erotik- und Pornoflut geschützt werden müssen.

Und dafür brauchen wird härtere Gesetze, die in der Lage sind, einen effektiven Jugendmedienschutz zu gewährleisten.

Vor allem muss gegen die Werbung vorgegangen werden, die nicht nur unsere Städte und Medien mit Erotik füllt, sondern auch die Porno-Industrie im Internet finanziert. Werbeeinnahmen sind der Kraftstoff, von dem die Internetpornographie lebt.

Und dass die übergriffigen und gender-gesättigten Sexualkunde-Lehrpläne für die Schulen Deutschlands eingestampft werden müssen, ist auch offensichtlich.

Helfen Sie bitte der Aktion „Kinder in Gefahr“, sich für diese Ziele einzusetzen.

Anhand von Initiativen, Petitionen und Publikationen können wir viele Menschen bewegen, sich stark zu machen, dass unsere Kinder in einer anständigen Umgebung aufwachsen, ohne ständig von Erotik und Pornographie bedroht zu werden.

Helfen Sie uns bitte mit einer Spende, damit wir dafür sorgen können, dass der Kindesschutz in Deutschland wieder höchste Priorität wird: http://www.aktion-kig.de/Templates/spende.html?allg/spende

Ihre Spende für die Aktion Kinder in Gefahr




Dienstag, 24. Oktober 2017

Linksgrüne Ideologisierung ruiniert unsere Schulen

Mathias von Gersdorff

Gunnar Schupelius, bekannt für seine scharfen und bissigen Kommentaren in der B.Z., bringt es am 18. Oktober 2017 auf den Punkt, wenn er den Zustand Berliner Schulen beschreibt:

„Hier (gemeint ist Berlin) reformiert die SPD unsere Schulen seit Jahrzehnten. Wir sind zu einer Art Tabellenführer der neuen Unterrichtsmethoden aufgestiegen. . . . die Schulen werden mit gesellschaftspolitischen Zielen überfrachtet: Sie sollen Integration, Inklusion, Mitbestimmung und Betreuung leisten.“


In seinem Kommentar ging es konkret um den sog. Frontalunterricht: Der Lehrer steht frontal den Schülern gegenüber. Diese Unterrichtsform wurde abgeschafft, weil sie zu „autoritär“ sei. Lehrer und Schüler sollten Klassenzimmer wie Kameraden oder Kumpels miteinander umgehen.


Wohin das führt, kann man immer wieder in den Zeitungen lesen: Die Lehrer können sich nicht mehr durchsetzen, chaotische Schüler bestimmen den Alltag im Klassenzimmer, die Lernqualität rauscht in den Keller.


Die Notleidenden sind schließlich die Schüler selbst – und die Eltern, die sich über die Zukunft ihrer Kinder Sorgen machen müssen.


Diese Woche berichteten alle Zeitungen über die katastrophalen Ergebnisse der Studie des „Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“ (IQB):


Die Fähigkeiten von Grundschülern haben in Rechtschreibung, Zuhören, Rechnen abgenommen – und zwar in allen Bundesländern.


Die Verantwortlichen für diese Situation sind unsere Politiker, die die Schule für ihre linke Gesellschaftspolitik missbrauchen und so die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes aufs Spiel setzen!


Unsere Aktion „Kinder in Gefahr“ setzt sich seit Jahren für eine ideologiefreie Schulerziehung ein.


Viele werden sich noch erinnern, wie die SPD jahrzehntelang gekämpft hat, um die Schule entsprechend ihren sozialistischen Ideen zu formen.


Später kamen die Grünen hinzu, für die die Schulen Gender-Indoktrinatonsstätten werden sollten: Diese Partei machte sich zum Lobbyisten von LSBTIQ-Interessengruppen.


Als etwa der Kampf gegen den „Bildungsplan2015“ in Baden-Württemberg tobte, berichtete am 14. Januar 2014 die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf der ersten Seite, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“


Vor allem in Hessen, aber auch in anderen Bundesländern, hat nun die CDU diese Gender-Schulpolitik von den Grünen übernommen und in den neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ verpackt, die im Spätsommer 2016 erlassen wurden.


Dieser Erlass von CDU-Kultusminister Ralph-Alexander Lorz ist nichts anderes als eine Eins-zu-Eins Übernahme von grüner Gesellschaftspolitik in die Schulpolitik der CDU.


Der Philologenverband selbst hat am 1. November 2016 angemerkt: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie „Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ gegeben wird.“


Sie sehen selbst: In Deutschland wird die Schule immer mehr zur Durchsetzung linker und grüner gesellschaftspolitischer Konzepte und Utopien missbraucht.


Dagegen müssen wir uns wehren und selber aktiv werden!


Deshalb möchte ich Sie bitten, unsere Arbeit mit Ihrer Spende zu unterstützen.


Mit einem Betrag von 10, 20 oder 50 Euro, können wir immer aktiv bleiben und eine starke Front gegen die Indoktrination der Kinder in den Schulen aufbauen.


Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass unsere Politiker dafür sorgen werden, dass unsere Kinder frei von linksgrüner Ideologie in den Schulen aufwachsen.


Wir müssen selber dafür sorgen, dass die Schüler sorglos und in einer sauberen Atmosphäre aufwachsen.


Wir dürfen nicht vergessen: Nur ein entschlossenes Engagement der Bürger ändert sich die Politik.


Ihre Spende für die Aktion Kinder in Gefahr

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Gender-Lobby in der CDU pocht auf weiteren Linksrutsch

Daniel Günther Pressefoto CDU-Schleswig-Holstein. Foto: Laurence Chaperon
Mathias von Gersdorff

Immer lauter fordert der linke CDU-Flügel, den Kurs Richtung Links fortzusetzen.


Vor allem Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hat sich nach der Bundestagswahl mehrmals in diesem Sinne ausgesprochen. 


Gleichzeitig ist Günther, der in seinem Bundesland eine Jamaika-Koalition anführt, auch einer der größten Eiferer für eine Koalition zwischen Union, FDP und Grüne auf Bundesebene. 


Kein Wunder, denn was linke gesellschaftspolitische Themen angeht, ist Günther noch schlimmer als die vorherige Koalition von SPD und Grüne. Vor allem was Gender in den Schulen bzw. „Queere Bildung“ (das ist tatsächlich der offizielle Name in Schleswig-Holstein) betrifft, hat der CDU Chef die Vorgängerregierung unter Führung von Torsten Albig (SPD) weit links überholt: 


Albig hatte die Mittel für die „Queere Bildung“ verzehnfacht. Daniel Günther hat diese Förderung ausgeweitet!


Gleich nach seinem Wahlsieg im Mai 2017 erklärte Günther, er wolle sich für die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare einsetzen. Damals war die offizielle Linie der CDU gegen die sog. Homo-Ehe.


Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien Schleswig-Holsteins hat folgendes zur LSBTIQ-Schulerziehung beschlossen: 


„Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll im Unterricht an geeigneten Stellen altersgerecht thematisiert werden, um Wissen zu vermitteln aber auch um Vorurteile und Stereotypen abzubauen. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wollen wir stärker in der Fort- und Ausbildung für Lehrkräfte verankern. . . . Neben der finanziellen Förderung von queeren Projekten im ganzen Land aus dem Aktionsplan [für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten] wollen wir queere Einrichtungen, wie Haki e.V. oder das „Schlau Projekt“, durch fünfjährige eine institutionelle Förderung finanziell stärken und absichern.“


Was Daniel Günther, Jens Spahn (einer der größten Lobbyisten der „Ehe für alle") & Co. wollen, ist offensichtlich: Die CDU noch stärker von christlichen Inhalten entkernen und den Weg Deutschlands in den totalen Gender-Staat frei machen.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Bertelsmann-Studie bestätigt: Christliche Wähler sagen der Union „NICHT weiter so!“

Konrad Adenauer Haus. Foto: Pressefoto CDU-Deutschland
Mathias von Gersdorff

Am 10. Oktober 2017 wurde in diesem Blog eine Analyse veröffentlicht, die tiefer der Frage nachging, wieso die Union bei der letzten Bundestagswahl massive Verluste bei den christlichen Wählern hinnehmen musste. Diesen Befund ergab eine Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) im Auftrag des ZDF (Link: https://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2017/10/die-union-verliert-ihre-christlichen.html).

Unsere Analyse: Die C-Parteien enttäuschen christliche Wähler seit vielen Jahren in für sie entscheidenden politischen Feldern: Familie, Schule, Lebensrecht. In letzter Zeit kam die massive Unterstützung von Gender-Schulprogrammen durch die CDU in Bundesländern wie Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein und (gemäßigter) Bayern hinzu.

Inzwischen ist eine zweite Studie bekannt geworden, die unsere Analyse bestätigt:

Die Bertelsmann-Studie „Populäre Wahlen - Mobilisierung und Gegenmobilisierung der sozialen Milieus bei der Bundestagswahl 2017“ zeigt deutlich, dass die Union in ihren klassischen Milieus „Bürgerliche“, „Konservative“ und Traditionelle“ massiv verloren hat. (Link zur Studie: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/populaere-wahlen/)

Was die bürgerlichen Wähler betrifft ist die Analyse der Bertelsmann-Stiftung niederschmetternd: „Am stärksten eingebrochen ist die CDU/CSU in der Bürgerlichen Mitte (-15 Prozentpunkte). Ihr Stimmenanteil sinkt dort von 52 Prozent bei der Bundestagswahl 2013 auf nur noch 37 Prozent bei der Bundestagswahl 2017. Keine andere Partei hat bei dieser Bundestagswahl in einem Stammwählermilieu so hohe Verluste eingefahren wie die CDU/CSU in der Bürgerlichen Mitte.“ (Seite 56)

In soziologischen Studien wird die Gesellschaft nach Grundorientierungen aufgeteilt: Bürgerliche, Konservative, Traditionalisten, Pragmatische, Liberal-Intellektuelle etc.

Die Bürgerlichen bilden in dieser Aufteilung exakt die Mitte der Gesellschaft und genau hier haben die C-Parteien herbe Verluste hinnehmen müssen.

In den Segmenten, in denen sich vorwiegend die christlich-konservativen Wähler befinden - konservative und traditionelle Wähler -, zeigt die Studie der Bertelsmann-Stiftung erwartungsgemäß auch, dass sich die Union hier massiv unbeliebt gemacht hat:

„Auch in ihren anderen Stammwählermilieus der Konservativ-Etablierten (-11 Prozentpunkte) und der Traditionellen (-10 Prozentpunkte) fielen die Verluste der Union überdurchschnittlich hoch aus.“ (Seite 56)

Gewinner dieser Entwicklung waren vor allem die AfD und etwas weniger die FDP, so die Studie: „Damit erzielte die AfD bereits in der Mitte der Gesellschaft mit 14,1 Prozent aller Stimmen ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis. Die FDP (+5,3 Prozentpunkte) konnte ganz offensichtlich auch in der Mitte von den Verlusten der CDU/CSU (–9 Prozentpunkte) und der SPD (–4,9 Prozentpunkte) profitieren.“ (Seite 26)

Die Bertelsmann-Studie könnte nicht klarer in ihren Ergebnissen sein. In gesellschaftspolitisch relevanten Themen, wie eben Schule (Gender), Familie („Ehe“ für homosexuelle Paare) und Lebensrecht macht die Union seit Jahren keine Politik für ihre eigene Basis, sondern für die Grünen. Kein Wunder, dass sie am 24. September dafür die Quittung bekommen hat:

Unter diesen Umständen ist die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesvorsitzende der CDU, sie wüsste  nicht, was sie anders hätten machen müssen, unverständlich.

Seit Jahren richten Bürger und Organisationen, die in den drei hier erwähnten Milieus Bürgerliche, Konservative und Traditionalisten beheimatet sind, Appelle an die Führung der beiden C-Parteien. Der Unmut ist seit Jahren mit der Hand zu greifen.

Trotzdem hat sich die Union immer stärker bei den Grünen angebiedert. Wie schon oft hier behandelt, ist der Höhepunkt dieser unseligen Entwicklung der Erlass diverser neuer „Richtlinien für „die Sexualerziehung“, die aus den Schulen Gender-Indoktrinationsstätten machen. Diese Politik richtet sich gegen die Kinder, die Eltern und die Basis der CDU. Alleinige Nutznießer sind die Grünen, die diese Gender-Konzepte für die Schule auch für ihre eigene Klientel entwickelt haben.

Das Gleiche lässt sich von der Familienpolitik sagen: Völlig unnötig setzte Angela Merkel am Ende der vergangenen Legislaturperiode die „Ehe für alle“ auf die politische Agenda. Auch das war Wahlhilfe für die Grünen, während sie ihre eigenen christlich-konservativen Wähler damit verprellte.

Die Proteste gegen diese fatale Entwicklung müssen weiter gehen. Nicht nur, um die Union zu einer Korrektur zu zwingen, sondern auch, um christlich-konservative Themen in die öffentliche Diskussion und in die politische Agenda zu bringen. Es ist nämlich absolut notwendig, die Sichtbarkeit und den Einfluss der christlichen Basis Deutschlands zu erhöhen:

Deutschland braucht eine christliche Politik, die sich an christlichen Werten orientiert.


 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Klären wir die Menschen über die Gender-Indoktrination in den Schulen auf

Niedersachsen, Hessen, Sachsen: Man gewinnt leicht den Eindruck, dass sich Gender in den Schulen Deutschlands unaufhaltsam verbreitet.

Doch das ist nur ein Schein: Wo die Menschen wissen, welch absurde Ideologie Gender ist und dementsprechend reagieren, weicht die Gender-Lobby zurück!

Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen erfahren, was die Gender-Ideologie besagt und mit welcher Hartnäckigkeit man versucht, sie in den Schulen zu verbreiten.

Machen wir den Menschen klar, wie manche Politiker dabei sind, einen wahren Feldzug gegen die Kinder, aber auch gegen die christlichen Wurzeln unseres Landes zu unternehmen:

Bestellen und verbreiten Sie bitte das neue Faltblatt „Kein Gender in Kitas, Kindergärten und Schulen!“. LINK

Wir müssen Alarm schlagen, wir müssen alle Menschen in Deutschland sensibilisieren und zum Widerstand gegen die Gender-Schule mobilisieren.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Mathias von Gersdorff

Dienstag, 10. Oktober 2017

Gender und die politisch korrekte Wissenschaft

Das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft fördert großzügig die sog. Gender-Studies. Foto: Ansgar Koreng Lizenz CC BY 3.0 de, Wikimedia Commons
Tobias Großbölting

 „Gender Studies“ sind gesellschaftlich höchst umstritten. Denn bequeme Ideologie-Implementierung war den Genderisten an der Universität noch immer wichtiger als mühsamer Erkenntnisgewinn. Doch auf öffentliche Gelder konnten sich die im Staatsapparat gut vernetzten Genderisten stets verlassen. Nun weiten sie die Kampfzone auf die Naturwissenschaften aus.

Sogenannte „Gender-Studies“ werden mit üppigen Forschungs- und Steuergeldern alimentiert. Ihr gesellschaftlicher Nutzen ist höchst umstritten. Nun fördert das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) ein neues Verbundprojekt unter dem Titel „Gendering MINT digital – Open Science aktiv gestalten“ mit rund 840.000 Euro Steuergeld, das am 1. Dezember 2017 startet und auf drei Jahre angelegt ist. (http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2017/genderkompetenzen-online-vermitteln)

Schon der Name des Verbundprojekts verrät eine typische Taktik der Genderisten: Man nehme Wortneuschöpfungen, vermenge sie mit englischen Versatzstücken aus dem Marketingjargon und füge dem Ganzen noch die eine oder andere technokratische Abkürzung aus dem Politsprech hinzu – und fertig ist das neue Wortungetüm! Der Zweck dahinter: einer aggressiven Ideologie den Tarnanstrich wissenschaftlicher Differenziertheit geben; aber auch: Unnahbarkeit herstellen und Ehrfurcht erzeugen mittels einer neuen Herrschaftssprache, die nur noch Experten oder Leute mit gesundem Menschenverstand entschlüsseln können; sowie Vorgaukeln von Internationalität und modernem Trendbewusstsein durch das sogenannte „Denglisch“.

„Gendering MINT digital“ soll, wie es so schön heißt, Universitätsstudenten für „Genderperspektiven“ in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) „sensibilisieren“. Koordiniert wird das Projekt vom „Zentrum für Anthropologie und Gender Studies“ (ZAG) der Universität Freiburg. Daran beteiligt sind auch das „Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien“ der Berliner Humboldt-Universität und die „Fakultät für Medien und Informationswesen“ der Hochschule Offenburg. Die Projektkoordinatorin, Frau Dr. Marion Mangelsdorf vom Freiburger ZAG, die sich mit „Performanzen des Posthumanen“ beschäftigt und ihre Doktorarbeit zum Thema „Wolfsprojektionen: Wer säugt wen? Von der Ankunft der Wölfe in der Technoscience“ verfasst hat, verfolgt das Ziel, erstens „die Genderkompetenzen in MINT zu stärken“, zweitens „zu einem Kulturwandel in Forschung und Lehre (…) beizutragen“ und drittens, „die Chancengleichheit voranzubringen“. De facto ist diese „Chancengleichheit“ in den Universitäten zwar schon seit langer Zeit Realität, aber Frau Mangelsdorf nimmt wahr, wie sie in der Lehrbroschüre „Gendering MINT“ vom 21. Mai 2015 betont (https://www.genderstudies.uni-freiburg.de/lehre/leitfaeden-und-handreichungen/lehrbroschuere-gendering-mint/view), dass, anders als in der „Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse mit Lektürekurs“, „die Studierenden in die MINT-Vorlesung nicht mit derselben Selbstverständlichkeit, sondern mit vielen Fragen und Befürchtungen“ hineingehen. Nun gehören aber gerade kritisches Hinterfragen und auch die Neubewertung von Selbstverständlichkeiten durch eigene Beobachtungen zum Grundrepertoire wissenschaftlichen, zumal naturwissenschaftlichen Arbeitens. Ob bei der wissenschaftlichen Problembewältigung eine Sensibilisierung für gefühlte Ungerechtigkeiten eine zielführende Methode zum Erkenntnisgewinn ist, darf stark bezweifelt werden. Zumal wenn dabei das Sentiment einer individuell wahrgenommenen Perspektive allgemeingültig verabsolutiert wird, sind dem politischen Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

Frau Dr. Mangelsdorf gibt es auf ihrer Homepage ganz offen zu; ihr Prinzip, nach dem sie verfahre, sei: wissenschaftliche „Methoden dekolonisieren, Partizipation fördern“.  Mangelsdorf bringt dabei soziologische und sprach- und diskurstheoretische Instrumentarien, dazu die Biographieforschung ins Spiel, will aber von der Anwendung naturwissenschaftlicher Instrumentarien nichts wissen. Auf diese Weise sollen nun Lehrmodule mit Video-, Audio-, Bild- und Textmaterialien konzipiert werden. Sie sollen darauf abzielen, „diskriminierenden Auswirkungen von Technik aufgrund geschlechterstereotyper Vorstellungen entgegenzuwirken“. Nur: Die entscheidende Frage ist doch, ob es überhaupt Aufgabe der Wissenschaft ist, sich mit derlei Fragen intern auseinanderzusetzen, die eigentlich außerhalb ihres Fachgebietes anzusiedeln sind. Wenn selbst die wissenschaftliche Methodologie „dekolonisiert“, also die wissenschaftlichen Instrumente von ihren alten Vorgaben befreit und umgewertet werden sollen und dabei Partizipations- bzw. Teilhabe-, nicht aber Erkenntnisgewinn im Vordergrund stehen, fragt man sich allen Ernstes:  Warum wehrt sich niemand in den MINT-Fächern gegen solche verdeckten Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit, die unter dem Deckmantel von Gender und interdisziplinärer Vernetzung daherkommen?

Und, man fragt sich auch, warum Genderisten nicht akzeptieren können, dass Frauen sich mehrheitlich und aus freien Stücken dazu entscheiden, keine MINT-Fächer zu studieren. Doch anstatt ihre Erkenntnisse wissenschaftlich auf der Beobachtung des natürlichen Faktums aufzubauen und anzuerkennen, dass es in der natürlichen Schöpfungsordnung vorgegebene, also deterministische Strukturen gibt, die sich nicht ignorieren lassen, stellen Genderisten wie Frau Mangelsdorf solche Beobachtungen erstens grundsätzlich und zweitens mit ihren „dekolonialistischen“ Inquisitionsinstrumenten in Frage. Denn die Natur und damit auch die Naturwissenschaften laufen der eigenen ideologischen Vorgabe zuwider: „Gemeinsamer Nenner“ müsse es nämlich sein, so Mangelsdorf in einer „Gendering MINT“-Lehrbroschüre aus dem Mai 2015, „sich gegen einen biologischen Determinismus auszusprechen, der Geschlechterdifferenzen essentialisiert und damit Ungleichverhältnisse festschreibt“.

Es ist ein Faktum, dass in den MINT-Fächern der Frauenanteil gering ist. Nur fragt man sich auch hier wieder, warum Genderisten wie Frau Mangelsdorf, wenn sie sich schon darüber beklagen, nicht auf die nächstliegende Erklärung für jenes Desinteresse kommen. Könnte es nicht sein, dass die meisten Frauen schlichtweg kein Interesse am Studium von MINT-Fächern haben? Wenn ein leicht gestiegener Frauenanteil in den MINT-Fächern in den letzten Jahren dem zu widersprechen scheint, ist der Erfolg daran wohl am wenigsten auf die Gender-Studies zurückzuführen. Wer ein MINT-Fach studiert, kann später im Beruf eher darauf bauen, mehr finanziellen Spielraum zur Verfügung zu haben, durch unbefristete Arbeitsverträge privat längerfristig zu planen, aber auch eigene Ideen durch größere Gestaltungsspielräume durchsetzen. All das sind aber auch Gründe, die die Fächer für Männer noch attraktiver machen als bisher.

Selbstverständlich muss das naturgemäß auch die Begehrlichkeiten der Genderisten wecken, die hier, stets in guter Absicht unterwegs, im Sinne einer politisch korrekten Wissenschaft allzu gerne regulierend und „dekolonisierend“ eingreifen. Größter Trumpf der Genderisten ist dabei, dass sie von vielen vernunftorientierten und sachbezogenen, technokratischen und strukturkonservativen Pragmatikern, die gerade unter den Naturwissenschaftlern und Studenten in den MINT-Fächern zuhause sind, nicht ernst genommen werden. Damit aber unterbleibt zu oft eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Inhalten, die von Genderisten mit viraler Geschmeidigkeit, meist durch pseudowissenschaftliche Kampf- und Schlüsselwörter talismanischer Prägung, durch die Hintertür im Unterbewusstsein vieler Köpfe platziert werden. Der Gender-Ideologie gilt es daher ihr die wissenschaftliche Tarnkappe vom Haupt zu reißen, damit das Ausmaß ihrer ganzen Gefährlichkeit sichtbar wird.

Montag, 9. Oktober 2017

Werden Kinder zur Unselbständigkeit erzogen?

Christiane Jurczik

Das Kind ist König. Wenn sogenannte Helikopter-Eltern alles kontrollieren und jedes Problem von ihrem Kind fernhalten wollen ist das gut gemeint aber für die Entwicklung der Kinder ungünstig. Eltern kümmern sich dabei in einem übertriebenen Maß, als das für seine Selbstständigkeitsentwicklung gut ist", sagt Dr. Ingo Spitczok von Brisinski, Leiter des Fachbereichs Kinder- und Jugendpsychiatrie an der LVR-Klinik Viersen. Solche Eltern gab es zwar schon immer. Aber ihre Zahl nimmt zu. Deutlich wird das vor allem an den Schulen. So deutlich, dass der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, über das Phänomen ein Buch schrieb, das im Jahr 2013 erschien. Er unterscheidet darin drei Typen von Helikopter-Eltern: die Transport-Hubschrauber, die ihre Kinder überallhin chauffieren, die Rettungs-Hubschrauber, die schon bei einem vergessenen Pausenbrot sofort zur Hilfe eilen und die Kampf-Hubschrauber, die sich zum Beispiel bei schlechten Noten mit den Lehrern anlegen.

Der Anteil an Helikopter-Eltern beträgt je nach Region etwa 10 bis 20 Prozent, schätzt Kraus. Doch immerhin erziehen noch zwei Drittel der Eltern ganz bodenständig. "Und etwa ein Sechstel kümmert sich um überhaupt nichts", sagt er. "Das ist mit Sicherheit die problematischste Gruppe. Deren Kinder laufen Gefahr, durchs Bildungsraster zu fallen." Es gibt immer mehr Eltern, die sich entweder zu wenig kümmern – oder zu viel.

Vor den Schulen herrscht Verkehrschaos

Diese Art der „fürsorglichen Eltern“ ist heute für fast alle Schulen ein ernstes Problem. "Vor Schulbeginn herrscht Verkehrschaos, oft sind sämtliche Wege zugeparkt, manche Schulen richten sogar sogenannte “Kiss-and-Go-Zonen ein", sagt Kraus.

Während 1970 noch 91 Prozent der deutschen Erstklässler ihren Schulweg ohne Erwachsene schafften, waren es im Jahr 2000 nur noch 17 Prozent.

Laut einer Forsa-Umfrage wurden im Jahr 2012 rund 20 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gefahren. Tendenz steigend!

Dass dieses Verhalten keineswegs zur Sicherheit der Kinder beiträgt, zeigte eine Studie, die im Auftrag des ADAC durchgeführt wurde: Laut der Untersuchung kamen deutlich mehr Kinder im Auto ihrer Eltern zu Schaden, als solche, die zu Fuß unterwegs waren. Die Wissenschaftler machen dafür die Gefährdung durch das Verkehrschaos vor den Schulen mitverantwortlich. "Wenn Eltern alles kontrollieren wollen, denken sie meist nur an die Risiken, die in der nächsten halben Stunde drohen", sagt Kinderpsychiater Spitczok von Brisinski. "Langfristige Risiken haben sie oft nicht im Blick." Wenn ein Kind zum Beispiel nie klettert und balanciert, ist es motorisch nicht so fit und verletzt sich leichter. "Jeder Sportlehrer wird bestätigen, dass man heute von Kindern in Leichtathletik, Geräteturnen oder Ballspielen nicht mehr dasselbe erwarten kann wie vor 30 oder 40 Jahren", sagt Kraus.

Selbstständigkeit fördern

Experten raten deshalb zu mehr Selbstständigkeit. Zum Beispiel können Kinder, die einen normalen Schulweg ohne besondere Gefahrenstellen haben, diesen im Laufe des ersten Schuljahres schon alleine meistern, wenn er entsprechend eingeübt wurde. "Bei problematischen oder zu langen Strecken können die Eltern ihr Kind zumindest die letzten 100 oder 500 Meter alleine gehen lassen", sagt Spitczok von Brisinski. "Das Kind dauerhaft mit dem Auto von Tür zu Tür zu fahren, ist nicht sinnvoll."

Mit Informationen aus Baby und Familie

Ist das sog. „Clean Eating“ wirklich risikolos?

Christiane Jurczik

Clean Eating klingt nach Fitness und Leichtigkeit – und es klingt natürlich sehr clean, also sauber. Der Begriff mag in unseren Breiten trendig und neu klingen, in den USA hingegen ist er bereits über zwanzig Jahre alt. Es geht – wie der Name sagt – um die Reinigung der Nahrung. Natürlich wird sie nicht besonders gut gewaschen. Sie soll hingegen rein sein von künstlichen Zusätzen, rein von Auszugsmehlen und Zucker, und sie soll am allerbesten selbst gemacht sein.

Doch der britische Arzt Dr. Max Pemberton warnt in einem Gastbeitrag in der britischen Zeitung „Daily Mail“ vor der Trend-Ernährung Clean Eating. Diese Art der Ernährung sei alles andere als gesund, sagt er. Der Arzt behandelt in seiner Praxis immer mehr Fälle, die mit einer Essstörung in Zusammenhang stehen. Pemberton erzählt weiter, dass in vielen Fällen die meist weiblichen Patientinnen durch Clean Eating eine lebensgefährliche Essstörung entwickelt – und sich so in einigen Fällen fast zu Tode gehungert hätten.

Clean Eating ist in aller Munde und zurzeit ein echter Hype. Dabei ist der Ernährungstrend nicht neu. Was man früher "Kochen wie bei Großmutter" nannte, wird heute in Zeiten der Wellnessbewegung nochmal neu erfunden. Das "saubere Essen“ punktet mit regionalen, saisonalen, möglichst frischen und unverarbeiteten Produkten. Doch es hat auch seine Schattenseiten.

Doch oft versteckt sich viel Zwang in den Regeln, wie die "saubere" Ernährung auszusehen hat. Und nicht alles, was jemand oder eine Gruppe als "gesünder" und "nachhaltiger" definiert, ist es auch. "Egal, wie wir uns ernähren, immer steckt Chance und Risiko in dem, was wir verzehren", betonen Ärzte. Wichtig dabei ist, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Gesunde Ernährung kann zur Sucht werden

"Es ist durchaus möglich, dass der Wunsch nach 'cleanem' Essen zu einer Sucht wird. Mediziner sprechen dann von Orthorexia Nervosa, frei übersetzt: krankhaftes Gesundessen", erklärt Neumann. "Das trifft auf diejenigen zu, deren Gedanken unentwegt um gesundes Essen kreisen und deren Verhalten krampfhaft darauf ausgerichtet ist, nur die als 'sauber' deklarierten Lebensmittel zu verzehren und alles zu meiden, was den oft selbst erstellten Regeln nicht gerecht wird."

Wie bei vielen anderen Essstörungen drehe sich bei den Betroffenen fast alles nur noch um das Essen – beziehungsweise das „Nichtessen“. Die Sucht nach gesunder Ernährung gebe es schon lange, so der Arzt. Man nennt sie Orthorexie. Doch die Art und Weise, wie sich Jugendliche in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook oder durch Promi-Vorbilder angetrieben in diese Idee hineinsteigerten, erreiche neue Ausmaße. Denn so sei das Problem allgegenwärtig, fast schon normal. Kranke würden ihre Krankheit erst spät erkennen und sich deshalb viel zu spät in Behandlung begeben. Immer mehr Menschen in Großbritannien begeben sich mit Essstörungen in Behandlung. So seien 1,6 Millionen Briten von einer Essstörung betroffen, erklärt der Arzt.

Die Mitschuld gibt der Mediziner auch sozialen Netzwerken, die die gefährliche Botschaft von dem vermeintlich gesunden Ernährungstrend verbreiten. Die britische Gesellschaft für Osteoporose warne ebenfalls, dass Clean Eating eine tickende Zeitbombe sei und viele junge Menschen, die den Trend jetzt praktizieren, später an dünnen und zerbrechlichen Knochen leiden könnten.

Mit Informationen aus der Berliner Zeitung vom 25.07.17