Montag, 14. August 2017

Heute beginnt der Gender-Unterricht in Hessen


Mathias von Gersdorff

Heute beginnt das neue Schuljahr in Hessen und damit fängt das entscheidende Jahr zur Durchsetzung des Gender-Lehrplanes für dieses Bundesland an.

Zur Erinnerung:

Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) beschloss unter dem Druck von „Bündnis 90/Die Grünen“ einen „Lehrplan zur Sexualerziehung“, der für Kinder ab sechs Jahren (!) fächerübergreifend und verbindlich Gender sowie „Akzeptanz sexueller Vielfalt und Geschlechteridentitäten“ vorsieht.

Was man den Kindern zumuten will, bringt einen zur Weißglut:
•    In der Altersgruppe von 6 - 10 Jahren ist das Thema „unterschiedliche Familiensituationen“ (z.B. Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ verbindlich vorgeschrieben!
•    „Unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität)“ sind verbindliche Themen für die 10- bis 12-jährigen Schüler.
•    Die 13- bis 16-Jährigen erhalten „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.
•    Für die ältesten Schüler gibt es schließlich die Kurse „Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten - Wandel der Rollenverständnisse in Abhängigkeit von Kultur und Alter“ und „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.

Das Ziel dieses Wahnsinns: Die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ von den Schülern!

Der Gender-Lehrplan vom CDU-Kultusminister ist eine brutale Demonstration der innehabenden politischen Macht, ohne Rücksicht auf die Meinungen dazu in der Gesellschaft.

Diesen Wahnsinn hat damals CDU-Kultusminister Lorz nämlich gegen den ausdrücklichen Willen des Landeselternbeirats und der katholischen Kirche auf den Weg gebracht.

Seit Veröffentlichung des unseligen Erlasses hören die Proteste gegen den Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz nicht auf.

Und dieser Protest muss noch viel stärker werden, damit endlich diese Gefahr von unseren Kindern gebannt wird.

Deshalb unser mehrfacher Appel:

An die Lehrer: Ignorieren Sie bitte die „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“.
An die Eltern: seid wachsam und kontrolliert, was man Euren Kindern ab dem ersten Jahr in der Grundschule lehrt und organisiert Proteste vor Ort.
An die CDU-Mitglieder und an die CDU-Basis: Fassen Sie Mut stehen Sie auf und protestieren Sie gegen diesen grünen gesellschaftspolitischen Wahnsinn an unseren Schulen.

An alle Bürger Deutschlands: Helfen Sie uns bitte den Protest gegen Gender in den Schulen zu verstärken, indem Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift oder durch Verbreitung unterstützen: https://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

Und schließlich an den Ministerpräsident Volker Bouffier: Ziehen sie diesen unseligen Gender-Lehrplan zurück!

Die Kräfte, die aus Deutschland ein Land ohne Wert und Prinzipien machen wollen, arbeiten hartnäckig daran, die Schulen zu Gender-Indoktrinationsstätten umzufunktionieren.

Deshalb stehen wir mit unserem Kampf gegen die Gender-Ideologie erst am Anfang!

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Freitag, 11. August 2017

Schulbeginn in Hessen: Mehr Gender und Islam

Das deutsche Schulsystem ist nicht mehr das, was es mal war. Foto: JV Saidl
Der Beginn des neuen Schuljahres in Hessen am 14. August 2017 gestaltet sich ziemlich turbulent. Im Bundeland herrscht Lehrermangel, insbesondere in Ballungsgebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet. In einigen Schulen – vor allem in Frankfurt – ist Chaos Dauerzustand geworden.

Im Laufe des Jahres gab es heftige Proteste seitens Lehrer- und Elternschaft, die sich an Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) richteten.

Anfang Februar haben beispielsweise 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den Kultusminister veröffentlicht, der die chaotischen Zustände in den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Die Schulen müssen mit Inklusion und Flüchtlingen fertig werden, obwohl sie dafür personell überhaupt nicht ausgestattet sind.

Zudem kommen neue Anforderungen: Gender und Islam.

Die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ sehen vor, dass von der ersten Klasse in der Grundschule die Kinder zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ anerzogen werden. Dazu gehört, dass sie – ab sechs Jahren! – erfahren, was Homosexualität, Patchwork, (und ab zehn )  Bisexualität und Transsexualität ist.

„Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist nichts anderes als eine Umschreibung von Gender. Beide Begriffe gehen davon aus, dass die Geschlechtlichkeit ein soziales oder kulturelles Konstrukt sei. Die Vorstellung, es gäbe nur Mann und Frau, wird entsprechend der Gender-Ideologie den Kindern im Elternhaus anerzogen. Die Schule muss dies „korrigieren“, so die Gender-Ideologen. Im Grunde werden die Schulen zu Gender-Indoktrinationsstätten umfunktioniert.

„Erstmals wird es im bevorstehenden Schuljahr islamischen Religionsunterricht an weiterführenden Schulen geben“, so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 11. August 2017. Islam-Unterricht gibt es ab der ersten Schulklasse schon seit Jahren, nun wird dieser ausgebaut.

Hessen wird von einer Koalition zwischen CDU und Grüne regiert.

Anfangs wurde mitgeteilt, dass die Schulpolitik nach den Vorstellungen der CDU gestaltet werden würde, doch inzwischen setzen sich die Grünen mit ihrer Gesellschaftspolitik auf ganzer Linie durch. Hessen wird anhand des Gender-Lehrplanes und des  „Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ zu einem Gender-Musterstaat ausgebaut.


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Mittwoch, 9. August 2017

Familienministerin Katarina Barley: Keine Wahlfreiheit für Eltern bei der Kinderbetreuung

„Familia Ojeda“ von Ojedamd - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
(PM des Verband Familienarbeit) In einer Pressemeldung vom 27.7. stellt Familienministerin Barley klar, dass von ihr kein neuer Impuls in Richtung zu mehr Wahlfreiheit für Eltern bei der Betreuung von U3-Kindern zu erwarten ist. Sie feiert, den zur Zeit höchsten Stand der Betreuung in Kitas und fordert deren weiteren Ausbau. Der Bund solle sich noch stärker an den Kosten beteiligen.

Dr. Johannes Resch, stellv. Vorsitzender des Verbands Familienarbeit e.V., äußert sich dazu: “Für die Fremdbetreuung der U3-Kinder werden noch mehr staatliche Mittel gefordert, wobei ein Krippenplatz den Staat mindestens 1000 € im Monat kostet. Den Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen wollen, wurde dagegen nicht einmal 150 € Betreuungsgeld gegönnt. Das Urteil des BVerfG, das dem Bund die Zuständigkeit für ein Betreuungsgeld absprach, war kein Hinderungsgrund, es auf Landesebene weiter zu zahlen, wie es immerhin in Bayern geschieht. Das Verhalten der übrigen Landesregierungen zeigt deutlich, dass die Betreuung der Kleinkinder durch ihre Eltern nicht erwünscht ist. Die Kinder sollen in Krippen gedrängt werden, während die Eltern möglichst voll erwerbstätig sein sollen.“

Diese Politik erinnere an die Krippenpolitik der DDR, die ebenfalls unter dem Diktat eines größeren wirtschaftlichen Gewinns stand - damals im Dienste des sogenannten Sozialismus, heute im Dienste der Kapitaleigner. An die Gesundheit und das Wohl der Kinder oder die Rechte und die Wünsche der Eltern werde heute ebensowenig gedacht wie damals in der DDR.

Resch weiter:“Die regierungsamtliche Behauptung, bei der Betreuung Einjähriger handle es sich um „Bildung“ im schulischen Sinn, ist von Fachleuten längst widerlegt. In den ersten Lebensjahren kommt es darauf vor allem an, dass Kinder durch eine sichere Bindung an ihre Eltern ein Selbstvertrauen entwickeln. Es schafft die Grundlage für eine gesunde kindliche Neugier als Voraussetzung für die Lernbereitschaft im Schulalter.

Selbst die Zunahme psychischer Erkrankungen bei den Eltern, die aufgrund der politisch vorgegebenen Doppelbelastung durch gleichzeitige Erwerbs- und Erziehungsarbeit überfordert werden, wird nicht als Warnsignal verstanden. Stattdessen werden für kranke Eltern besondere Hilfsprogramme gefordert (1), die dann wesentlich teurer werden, als die Vorbeugung durch eine leistungsgerechte Bezahlung der elterlichen Kleinkindbetreuung.“


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Dienstag, 8. August 2017

Warum Regeln für Kinder so wichtig sind

Foto: Deryck Hodge, Wikimedia Commons Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en

Christiane Jurczik

Regeln und Grenzen schützen ein Kind vor Gefahren und sie helfen ihm, sich in einer Welt zurechtzufinden, die für sie noch sehr unübersichtlich ist. Zudem helfen sie dem Kind bei der Durchsetzung eigener, berechtigter Bedürfnisse. Klar zusammengefasst tun Regeln dies:

•    sie geben dem Kind das Gefühl von Sicherheit;
•    sie zeigen dem Kind, was im Zusammenleben mit anderen von ihm erwartet wird und es selbst von den anderen erwarten darf;
•    sie strukturieren den Alltag;
•    sie fördern das soziale Miteinander;
•    sie verdeutlichen das jeder Bedürfnisse hat auf die Rücksicht genommen werden muss.
Zu Regeln und Grenzen gehört, dass es Folgen haben wird, wenn sie nicht eingehalten werden. Von Anfang an müssen diese festgelegt und auch ausgesprochen werden. Nur so wird deutlich, wie ernst die Abmachungen gemeint sind.

Wenn man will, dass Grenzen und Regeln eingehalten werden, sollte man sie dem Kind erklären. Das kann ziemlich früh geschehen. Ein etwa zweijähriges Kind kann zum Beispiel begreifen, warum es nicht die Tischdecke vom Tisch ziehen darf. Ein Sechsjähriger kann verstehen, warum er den Computer nur im Beisein von Erwachsenen anschalten darf.
Nicht immer können Erklärungen für Kinder einsichtig sein, zum Beispiel dann, wenn sie die Folgen eines Verhaltens noch nicht übersehen können. Da wird eine Grenzsetzung durch ein klares, deutlich ausgesprochenes "Nein" nötig.

Regeln für Kinder sind dazu da, um das Zusammenleben in einer jeweiligen Familiensituation zu erleichtern. Wenn sich alle daran halten, dann hilft dies maßgeblich allen Beteiligten. Das bezieht sich auf Ordnungstätigkeiten innerhalb der Familie bis hin zu Verhaltensregeln. Kinder und auch die Erwachsenen müssen lernen Rücksicht auf andere zu nehmen.

Sinnvoll ist es auch die Regeln mit der ganzen Familie gemeinsam zu besprechen. Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie alle Regeln auf, die jeder einhalten muss. Dabei sollten Sie auch schon die Kleinsten einschließen. Wenn sie noch nicht lesen können, dann verwenden Sie Symbole, die sie verstehen.

Grenzenlosigkeit vernachlässigt Kinder

Kinder sind manchmal wirklich ungezogen und tun Dinge, die Eltern nicht durchgehen lassen können. Sie ärgern ihre jüngeren Geschwister, essen anderen Kindern ihre Süßigkeiten weg oder halten sich einfach nicht an Abmachungen. Dem Verhalten eines kleinen Kindes Grenzen zu setzen, fällt Eltern jedoch oft schwer. Auf das wie kommt es an: Liebevoll, zugewandt und dennoch fest ausgesprochen, dienen Grenzen der Orientierung und schaffen Geborgenheit.


Viele Eltern spüren, dass grenzenloses gewähren lassen eine andere Art von Vernachlässigung ist - und mehr noch: dass es die soliden Grenzen sind, die Halt vermitteln und Freiräume eröffnen. Manche sind besorgt, dass sie die Liebe ihrer Kinder verlieren könnten, wenn sie ihr Verhalten beschränken. Das Gegenteil ist der Fall: Eine liebevolle, sorgende Umgebung muss nicht regellos sein. Je mehr Grenzen und Regeln Zuverlässigkeit bieten, umso besser halten Kinder ihren Krisen stand. Denn Grenzen sind ja nicht nur einengende Gitterstäbe, sondern auch Schutzgitter, die Geborgenheit vermitteln. Natürlich übersteigen Kinder manchmal auch diese Zäune, aber das ist dann auch eine ganz wichtige Erfahrung: bewusst das Verbotene zu riskieren. Das muss auch mal sein. Aber danach brauchen Kinder auch wieder die Möglichkeit, sich in ihren gesicherten Bereich zurückzuziehen, in dem Erlaubtes und Verbotenes klar voneinander getrennt sind.

Michaela Dörffling, Psychologin aus München rät, sich genau zu überlegen, welche Regeln man aufstellt, nach dem Motto: Weniger ist mehr. Und: Ist mir etwas wirklich wichtig oder will ich es, weil "man" oder vielleicht die Oma das so will? "Es ist um vieles anstrengender, Dinge durchzusetzen, die einem eigentlich nicht wichtig sind." Überhaupt kein Problem ist es übrigens, sich von Regeln wieder zu verabschieden, wenn man merkt, dass sie nicht mehr passen. "Kinder lernen dabei zwei Dinge: 1. Meine Eltern wissen, was sie tun. 2. Ich kann etwas ausprobieren und es dann ändern."
Mit Informationen aus baby-und familie.de


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Sonntag, 6. August 2017

Wachsender Widerstand gegen „Schreiben nach Gehör“ in der Grundschule

Immer mehr Bundesländer sind dabei, die Lernmethode „Schreiben nach Gehör“ zu verbieten.

Diese gibt vor, dass Kinder das Gehörte schreiben sollen, wie sie die Wörter whrnehmen, ohne dabei auf Rechtschreibung zu achten. Auf diese Weise entstehen Sätze wie „Wi geet es Dia?“

Die Pädagogen, die sich diese Lernmethode des Schreibens ausgedacht haben, waren der Auffassung, dass die Kinder so schneller das Schreiben lernen würden. In späteren Jahren würden die Kinder mehr oder weniger von allein die Rechtschreibung korrigieren.

Inzwischen weiß man, dass Kinder durch diese Lernmethode sich eine falsche Schreibweise aneignen, die später mühsam zu korrigieren ist.

Baden-Württemberg und Hamburg haben diese Methode inzwischen verboten. In Baden-Württemberg führte diese exzentrische Methode zu einer massiven Verschlechterung der Schreibkenntnisse.

Nordrhein-Westfalen erwägt das die neue Landesregierung (CDU(FDP)ebenfalls. Bislang dürfen die Lehrer – wie in anderen Bundesländern auch - die Methode wählen, anhand der sie ihren Schülern das Schreiben beibringen. Karin Prien, die neue Kultusministerin Schleswig-Holsteins ist ebenfalls skeptisch und will die Lehrpläne der vorherigen rot-grünen Landesregierung diesbezüglich prüfen lassen.

In den letzten Monaten wurde die Kritik gegen „Schreiben nach Gehör“ seitens Eltern und Pädagogen immer lauter.

Heinz Peter Medinger, Vorsitzender des Philologenverbandes gab zu bedenken: „Die derzeitige Generation von Schülern liest und schreibt so wenig wie keine zuvor, zumindest, was volle, komplexere Sätze betrifft." (Quelle: FAS vom 6. August 2017)

Viele Schüler seien nicht einmal in der Lage, eine fehlerfreie Bewerbung zu redigieren.

Besonders Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch leiden unter dieser Methode, denn sie verbinden bestimmte Laute mit ganz anderen Buchstaben.

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Donnerstag, 3. August 2017

Eltern laufen Sturm wegen Sexualisierung: Kinder-BH bei Primark

Foto: Jan Hagelskamp1 - Lizenz: CC0, Wikimedia Commons
Christiane Jurczik

Der Mode-Discounter Primark verkauft nun auch BHs für Kinder. Die Linie "Mein erster BH" ist für Mädchen ab sieben Jahren gedacht. Eltern sind entsetzt.

Ein neues Produkt des Mode-Discounters Primark sorgt in Großbritannien für Diskussionen im Netz. Verkauft werden gepolsterte BHs für sieben- bis 13-Jährige, wie der Evening Standard berichtet – und die Eltern gehen auf die Barrikaden. Viele zeigten sich schockiert über die Sexualisierung von Kindern durch Primark. „Ich bin entsetzt, dass Primark gepolsterte BHs für Sieben- bis 13-Jährige verkauft“, schreibt eine Twitter-Nutzerin und postete ein Bild des Produkts. An dem rot gepunkteten Artikel hängt das Schildchen „My first bra“ (Mein erster BH).

Dies ist eine weitere Maßnahme der Mode- und Werbebranche, die Kinder zu sexualisieren. Auf diese Weise werden der Geschmack und die Konsumpräferenzen der Kinder - die die impliziten Werbebotschaften noch nicht erfassen können – schon sehr früh geprägt und auf den späteren Konsum sexualisierter Waren wie auf ein sexualisiertes Sozialverhalten getrimmt.

Primark versuchte, seine Werbemaßnahme herzunter zu spielen: Die Behauptung sei „einfach falsch“, sagte ein Sprecher der Modekette dem „Evening Standard“. „Wir möchten klarstellen, dass die BHs formend sind und nicht gepolstert.“ Der BH sei zur „Unterstützung“ gedacht, eine „Verstärkung gibt es nicht“.

Ob nun gepolstert oder nicht: Der BH für (extrem) junge Mädchen ruft berechtigtes Entsetzen hervor, vor allem bei Eltern. Diese Art von Kleidungsstück ist für ein Kind zu sexualisiert. Wer braucht mit 7 Jahren einen BH? Und: Wer kauft diesen? Mädchen in dem Alter sind viel zu jung, um überhaupt einen BH tragen zu müssen! 

„Lasst Kinder doch bitte Kinder sein“, lautet das Resümee.

Bereits 2010 wurde Primark vorgeworfen, Kinder zu sexualisieren. Damals verkaufte das Unternehmen gepolsterte Bikinis für Kinder.

Da 7-Jährige meist nicht über ein eigenes Einkommen verfügen sind die Eltern dafür verantwortlich, ob diese Art von “Unterwäsche“ zukünftig in dem Kleiderschrank ihrer Kinder hängt.

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Mittwoch, 2. August 2017

Warum Rituale Kinder und Familien stärken

Bild: Anton von Werner: Taufe in meinem Hause
Christiane Jurczik

Sie sind viel mehr als nur Gewohnheiten: Rituale wie der tägliche Gute-Nacht-Kuss stärken Familien, halten sie gesund und beugen Stress vor. 

Rituale entspannen und geben Halt

Fast jede Familie hat Rituale, die das Leben leichter, gesünder oder schöner machen. Sie sind wie kleine Fixpunkte, die für Sicherheit sorgen und Geborgenheit schenken. Abends den Übergang vom Tag in die Nacht finden? Wie wäre es mit einem kurzen Lied oder einer kleinen Geschichte?

Die schönsten Rituale im Lauf der Jahreszeiten sorgen für Orientierung. Jedes Jahr kleine Eckpunkte schaffen. Gemeinsam einen Osterstrauß pflücken oder Weihnachtssterne basteln, Geburtstage im Kalender eintragen.

Schon Eltern von Neugeborenen erfahren wie heilsam Gewohnheiten sind. "Unruhige, leicht erregbare Babys lassen sich durch Rituale entspannen", erklärt Jörn Borke, Professor für Entwicklungspsychologie der Kindheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. "Die Kleinen wissen, was passiert. Das kann hilfreich sein, um zur Ruhe zu kommen", sagt Borke.

"Wenn die Welt vorhersehbar ist, dann wird sie dadurch stressfreier", erklärt Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm.

Rituale erleichtern die Erziehung

Bei genauerer Betrachtung steckt unser Alltag voller kleiner und großer Rituale, oft ist uns das nicht mal bewusst. In vielen Familien hat jeder seinen festen Platz am Tisch oder trinkt aus seiner Lieblingstasse. Der Osterhase versteckt schon seit drei Generationen die Eier im Wald. In die Kita muss Tag für Tag die eigene Brotzeitdose mit – und die Mama winkt jeden Morgen, bis der Papa samt Sohn um die Ecke verschwunden ist. "Gerade Kinder lieben Rituale, denn sie machen den Alltag vorhersehbar, nehmen Ängste und führen zu einer starken Persönlichkeit", erklärt Hirnforscher Spitzer. Und sie halten gesund, können sogar dafür sorgen, dass Kinder schlank bleiben. 

Das überzeugendste Argument für alle Eltern lautet jedoch: Rituale sind prima Erziehungshelfer. "Kinder", sagt Spitzer, "sind in einem ritualisierten Ablauf wesentlich einfacher zu handhaben. Sie gedeihen in einem Umfeld, das berechenbar ist, einfach besser."

Jeden Abend eine Kurzgeschichte und dann Augen zu – das erspart eine Menge Diskussionen darüber, wann Fünfjährige eigentlich ins Bett gehören. Zuerst wird das Baby gestillt dann werden Windel gewechselt - danach ein leises Schlaflied: So verstehen schon Babys, dass der Tag zur Neige geht. Rituale beeinflussen auch körperliche Reaktionen, sagt Babyexperte Borke: Wenn es leise wird und man das Licht dimmt, schaltet der Organismus automatisch einen Gang herunter und stellt sich aufs Schlafen ein. Jeden Tag zur gleichen Zeit essen führt dazu, dass sich tatsächlich alle mit Appetit an den Tisch setzen.

Rituale halten die Gesellschaft zusammen

Ohne Gleichklang könnte sich Hannelore Kleemiß vom Vorstand des "Vereins für Kinder" in Oldenburg keine einzige funktionierende Kita vorstellen. "Stellen Sie sich 15 Kleinstkinder in einer Gruppe vor, die keine Orientierung erhalten", sagt die Expertin mit Arbeitsschwerpunkt Krippenpädagogik. "Ohne Rituale würden alle pädagogischen Mitarbeiter verzweifeln!" So aber gewöhnen sich die Kinder daran, im Morgenkreis zusammenzusitzen, sich die Hände vor dem Essen zu waschen, sich gegenseitig aussprechen zu lassen. "Kinder finden schneller zusammen, die Gemeinschaftsbildung funktioniert besser, und es gibt weniger Streit, wenn manche Dinge immer nach dem gleichen Schema ablaufen", so Kleemiß. "Rituale sind wie ein Geländer, an dem sich die Kinder entlanghangeln können", sagt die Kita-Expertin.

Und sie sind der soziale Kitt, der alle Beziehungen in allen Gesellschaften zusammenhält. Schon beim Begrüßen hilft es, wenn man weiß, was der andere erwartet: fester Händedruck in Hamburg, Bussibussi in München, drei Wangenküsschen in der Schweiz. Auch Zweierbeziehungen funktionieren mit ritualisierten Abläufen besser: Immer zum Hochzeitstag eine Nacht ins Hotel. Jeden Morgen ein Küsschen zum Abschied und eine Umarmung zur Begrüßung, wenn sie abends wieder nach Hause kommt – aus-dem-Mantel-Helfen inklusive. Solche kleinen Aufmerksamkeiten signalisieren Intimität. Deshalb plädieren alle Ritualforscher einvernehmlich dafür, Zweierrituale unbedingt aufrechtzuerhalten, auch und gerade nachdem ein Baby geboren wurde und aus zwei Menschen eine Familie wird.
Rituale geben Alltag und Leben Struktur

Faszinierend, was Rituale alles können. Sie strukturieren die Zeit, die Tag für Tag und manchmal zäh durch das Leben fließt. Sie lassen den Alltag ein bisschen leuchten, schaffen oft auch eine Insel der Ruhe in der Hektik des Tages. Rituale können aber auch große Ereignisse markieren: Ein Kind wird geboren, eine Taufe oder eine Hochzeit stehen an. Mit tradierten Festen findet jeder Mensch Halt – und indem man sie feiert, tut man nebenbei eine Menge für die Zusammengehörigkeit der Familie. Rituale markieren Übergänge: Wenn Kinder am ersten Tag mit Schultüte aus dem Haus gehen, zeigt das: Ich werde groß. Rituale helfen, Krisen und schwierige Zeiten einzuordnen und zu bewältigen: Beerdigungen etwa laufen im Prinzip schon seit Generationen nach demselben Muster ab. Nur eines dürfen Rituale nicht: zur Routine verkommen. Es geht nicht darum, sich verkrampft an starren Regeln festzuklammern. Rituale sollen Freude machen und das Leben erleichtern.

Deshalb sollten Gewohnheiten mitwachsen, so wie sich die Familie auch verändert. "Von einem 15-Jährigen kann man nicht mehr verlangen, abends ein Gute-Nacht-Lied zu singen oder mit der Oma Ostereier zu suchen", sagt Michael Schnabel. Aber man könnte gemeinschaftlich überlegen: "Wie wollen wir als Familie künftig feiern? Wie wollen wir Festtage gestalten?", rät Schnabel. Wichtig sei, dass alle, Große wie Kleine, hinter einem Ritual stehen. Übrigens: Ob eine Familie dabei viele oder wenige Rituale hat, spielt für Jörn Borke von der Osnabrücker Babysprechstunde überhaupt keine Rolle. "Es geht ja dabei nur um eins: dass sich alle wohlfühlen."

Mit Informationen aus Baby und Familie vom 11.05.2017

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Montag, 31. Juli 2017

Körperkult und Schönheitsterror - Jugend wird von der Modewerbung terrorisiert

Der Schein trügt. Foto: The Heart Truth - Elisabeth Hasselbeck in Donna Karen, Wikimedia Commons, Gemeinfrei

Christiane Jurczik

Schöne Menschen bekommen mehr Aufmerksamkeit. Und das ist für Jugendliche sehr wichtig. Zudem haben sie auch das Bedürfnis, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, sich von anderen abzuheben und als Individuum wahrgenommen zu werden. Bodystyling, Kosmetik und Klamotten sind für sie eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Allerdings stehen Jugendliche dabei unter einem hohen Konkurrenzdruck. In unserer Gesellschaft sind viele Sicherheiten verloren gegangen. Je unsicherer Jobs und soziale Stellung, desto stärker wächst das Konkurrenzverhalten – und damit das Bedürfnis einander auszustechen: mit dem perfekten Körper, den coolsten Klamotten, dem heißesten Posing – auch dank der vielen Castingshows die mindestens wöchentlich im TV gezeigt werden.

Das Aussehen wird wichtiger als Fühlen - damit schwindet auch die Wahrnehmung grundlegender körperlicher Bedürfnisse wie zum Beispiel Hunger. Der Blick von außen entscheidet darüber, wie wertvoll man sich wahrnimmt, nicht mehr das Gefühl von innen. Weil Plakatwände, Castingshows, Youtube und Instagram den perfekten Körper zum Standard erheben.

Lange bevor Medien und Mode den Körperkult und den Schlankheitswahn in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen verankern, machen sich Kinder selbst ein Bild aus dem, was sie bei ihren älteren Geschwistern und den Erwachsenen sehen.

Eine Mutter, die morgens auf die Waage steigt und gleich flucht, erweckt unweigerlich den Eindruck, dass da etwas nicht so ist, wie es sein müsste. Wenn Mütter jammern, weil die Jeans nicht mehr zugeht und böse auf ihren weichen Bauch sehen, wenn Kinder miterleben, dass ihre Mutter eisern auf Kartoffeln und Nudeln verzichtet und nach 18 Uhr keinen Bissen mehr anrührt, Kalorien zählt und eine Diät nach der anderen macht, kann das erste Weichen zu einer verschobenen Eigenwahrnehmung der Kleinen werden.

Nicht selten schlagen Mütter der pubertierenden Tochter eine Diät vor. Oder noch schlimmer - sie machen eine gemeinsame Diät - zum Zeichen des Erwachsenwerdens. Nicht nur Mütter achten penibel auf ihr Gewicht: auch ältere Geschwister, die Erzieherin im Kindergarten, die nette Lehrerin in der Schule. Und alle wollen nur eins: Bloß nicht dick werden!

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Äußeren ist bei uns allen enorm gewachsen und wird von der mächtigen Werbeindustrie vorangetrieben. Das ist die Schattenseite eines Schönheitsideals, dem die allermeisten Menschen zwar niemals genügen können, aber zunehmend verbissen hinterherhecheln.

Längst ist der Körper zum Statussymbol geworden. Schlankheit, körperliche Fitness und jugendliches Aussehen werden für alle zum Nonplusultra. Die genormte Schönheit verstärkt die Verunsicherung, sekundiert von Werbung und Machbarkeitswahn werden uns allen Selbstwert und Anerkennung versprochen. Diese Einstellung und das Verhalten färben automatisch schon auf die Kleinsten ab. Lernen von den Älteren spielt eine große Rolle bei kleinen Kindern. 

Dass sich jedes zweite Mädchen zwischen vierzehn und siebzehn Jahren zu dick fühlt, dass jede dritte ein gestörtes Essverhalten zeigt, dass zwei Drittel der Mädchen meint, es sei schwierig, sich schön zu fühlen, wenn man mit den heutigen Schönheitsidealen konfrontiert ist, sind alarmierende Ergebnisse aus verschiedenen Studien. Rund ein Viertel der Mädchen haben bereits vor dem zehnten Geburtstag eine oder sogar mehrere Diäten gemacht und können ganz genau herunterbeten, was dick macht und was nicht. Wenn schon Drittklässler Gewicht und Jeansgrößen ihrer Mitschülerinnen wissen und um die kleinsten Größen wetteifern, wenn Figur, Aussehen und Klamotten Kriterien sind um über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe entscheiden, oder Zehnjährige einen Klassenkameraden mobben, weil er zu dick ist, läuft etwas schief. 

Wenn das Interesse an Kosmetikprodukten heute schon im Kindesalter geweckt und von willigen Eltern auch noch bedient wird, hat das einen Grund. Die Hersteller rosaglitzernder Duschserien für Prinzessinnen, die Anbieter von Schokomasken, Duftbädern und speziellen Parfums für die Kleinen sollen Kinder früh zu Kunden der Schönheitsindustrie machen. Die will aber, genauso wie die Modeindustrie nicht das Beste für die Kinder, sondern den besten Gewinn einstreichen, nämlich das Geld der Eltern. Damit steigern blanke Geschäftsinteressen Kinder früh in einen Narzissmus hinein, der zu einem gestörten Selbst- und Weltbild führen kann und im Falle einer Essstörung gravierende gesundheitliche Belastungen nach sich ziehen kann.

Mit Informationen aus www.urbia.de und schau-hin.info

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Sonntag, 30. Juli 2017

Gefahr aus dem Internet: Cyber-Grooming

Christiane Jurczik

Beim Cyber-Grooming (englisch: anbahnen, vorbereiten) geben sich erwachsene Menschen im Internet, besonders in Chats oder sozialen Netzwerken wie Facebook, als Jugendliche aus. Sie erschleichen sich anonym das Vertrauen von Kindern mit dem Ziel, ihre jugendlichen Chatpartner auch im wahren Leben zu treffen und sie zu missbrauchen.

Diese abartige Hinterhältigkeit wird durch die Anonymität des Internets möglich. Die Täter können sich hinter einer Scheinidentität verstecken und müssen in der Regel nicht befürchten, dass ein Kind sie als Erwachsener identifiziert oder dass es seinen Aufenthaltsort bestimmen kann.

Die Täter suchen ganz gezielt Kontakt zu Kindern über beliebte Dienste wie Messenger, soziale Netzwerke, Videoportale oder Online-Spiele. Meistens nutzen sie hierzu ein Schein-Profil und geben sich dabei als etwa gleichaltrigen Nutzer aus. In einigen Fällen täuschen sie Kindern auch vor, z.B. bei einer Modelagentur oder einer Zeitschrift zu arbeiten, die junge Talente suchen.

In den sozialen Netzwerken sprechen sie ganz gezielt Kinder und Jugendliche an. Sie machen ihren Komplimente, lassen sich private Details schildern und geben sich als verständnisvolle und einfühlsame Kinder oder Jugendliche aus. Auf diese Weise möchten sie sich das Vertrauen der jungen Internetnutzer erschleichen. Oft geht das mit einer sexuellen Belästigung einher. Sie lassen sich zum Beispiel intime Fotos der angesprochenen Kinder und Jugendlichen schicken, belästigen sie verbal oder fordern ihre minderjährigen Chatpartner dazu auf, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen und diese mit der Webcam zu filmen.

Das Ziel ist sexueller Missbrauch

In vielen Fällen versuchen diese sogenannten Groomer, sich auch außerhalb des Chatrooms oder des sozialen Netzwerks, im wahren Leben, mit den Jugendlichen zu verabreden. Das Ziel ist dann häufig der sexuelle Missbrauch der jungen Chatpartner.
Das größte Risiko gehen sie ein, wenn sie sich mit Fremden verabreden, die sie nur aus dem Internet kennen. Um das Risiko zu minimieren, ist es wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind altersgerechte Online-Angebote auswählen, Sicherheitsregeln vereinbaren und sich dafür interessieren, mit wem es wo online in Kontakt steht.

Laut KIM-Studie 2016 erlebten drei Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren problematische Kontaktversuche von Fremden, zwei Prozent schon mehrmals. Mädchen waren zu vier Prozent einmal und zu einem Prozent mehrmals betroffen. Jungen machten zu zwei Prozent einmal schlechte Erfahrungen und zu 3 Prozent mehrmals. Ältere Kinder erlebten häufiger problematische Kontaktversuche als jüngere. Auf Nachfrage, wo genau unangenehme Konfrontationen passiert seien, nennen 38 Prozent Facebook, 30 Prozent das Chatten allgemein und elf Prozent WhatsApp.

Die Kinder schützen

Wichtig ist, dass Eltern die Geräte sicher einrichten, auf altersgerechte Angebote achten und mit ihrem Kind Regeln für die Online-Kommunikation über Chats, Onlinespiele bis hin zu Videoplattformen festlegen. Weiterhin können Eltern ihr Kind über Kontaktrisiken und die Gefahren beim Veröffentlichen privater Daten und Bilder aufklären, sich gesprächsbereit zeigen und vereinbaren, dass es sich bei Problemen an sie wendet, ohne Verbote fürchten zu müssen.

Mit Informationen aus schau-hin.info vom 06.03.2017 

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Freitag, 21. Juli 2017

Schleswig-Holstein: LSBTIQ-Workshops an Schulen verfassungswidrig?

Kieler Foerde. Foto: Mathias v. Gersdorff
(PM Verein „Echte Toleranz“, Kiel, 20. Juli 2017) Bildungsministerin Karin Prien (CDU) nimmt den Verdacht, dass die schwul-lesbischen Aufklärungsworkshops an den öffentlichen Schulen Schleswig-Holsteins verfassungs- und schulgesetzwidrig sind, ernst. Wie ihr Ministerbüro auf Anfrage des Vereins „echte Toleranz e.V.“ gestern mitteilte, prüft das Ministerium aktuell den Sachverhalt „sorgfältig“. Wann ein Ergebnis vorliegt, blieb offen.

„Wir freuen uns, dass endlich eine Überprüfung der sog. Queeren Bildung an den Schulen des Landes stattfindet.“, erklärt Peter Rohling, Vorstand des Vereins „echte Toleranz e.V.“. „Im Juni 2016 bezeichnete das Bildungsministerium unter Britta Ernst (SPD) unsere Anfrage zu den SchLAu-Workshops noch als missbräuchlich. Seit Karin Prien die Behörde leitet, hat sich dort offenbar ein Bewusstseinswandel vollzogen – zugunsten von Rechtsstaatlichkeit und Transparenz. Das begrüßen wir sehr.“

Art und Dauer der Prüfung unklar

Auf welche Weise die oberste Schulaufsichtsbehörde Schleswig-Holsteins aktuell prüft, ob die an den Schulen des Landes durchgeführten SchLAu-Workshops der Vereine „Haki e.V.“ und „lambda::nord e.V.“ mit dem Grundgesetz und dem schleswig-holsteinischen Schulgesetz vereinbar sind, ist unklar. „Diese Frage hat uns das Ministerbüro leider nicht beantwortet; ebensowenig, wann ein Prüfungsergebnis vorliegen wird.“, so Vorstand Rohling.

Auslöser für den Verdacht verfassungswidriger Sexualerziehung
Der Verdacht, dass die „SchLAu-Workshops“ in Schleswig-Holstein verfassungs- und schulgesetzwidrig sind, gründet sich auf zwei Aspekte:

zum einen auf das Rechtsgutachten des Hamburger Staatsrechtlers Prof. Dr. Christian Winterhoff vom August 2016. Dieses kommt zu dem Ergebnis, dass staatliche Sexualerziehung, die auf Akzeptanz und nicht nur auf Toleranz sexueller Vielfalt gerichtet ist, mit dem Grundgesetz und mit dem schleswig-holsteinischen Schulgesetz unvereinbar ist;

zum anderen auf den Umstand, dass trotz intensiver Recherche bis heute nicht geklärt ist, wie die „SchLAu-Workshops“ der o.g. Vereine im Detail tatsächlich ablaufen: von 343 Schulen, 14 Schulämtern und zwei Ministerien, die der Verein bis heute angefragt hat, gab es in 80 Prozent der Fälle keine Antwort – trotz gesetzlicher Auskunftspflicht (§ 5 Absatz 1 Informationszugangsgesetz SH); in allen anderen Fällen nur solche, die oberflächlich, unvollständig oder nichtssagend waren. Auch die ausführenden Vereine „haki e.V.“ und “lambda::nord e.V.“ ließen alle Anfragen des Vereins bislang unbeantwortet.

„Wenn die SchLAu-Workshops an den öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein tatsächlich rechtmäßig sind, warum mauern dann die Schulen, Aufsichtsbehörden und Ministerien, anstatt für die gesetzlich vorgesehene Transparenz zu sorgen?“, wundert sich Vorstand Rohling.

„Die mangelnde Auskunftsbereitschaft der Akteure und die Ergebnisse des Winterhoff-Gutachtens zeigen, wie dringend notwendig es ist, die Sach- und Rechtslage an den Schulen in Schleswig-Holstein bzgl. „Queerer Bildung“ zu überprüfen. Hoffen wir, dass diese Prüfung so sorgfältig erfolgt, wie vom Bildungsministerium versprochen.“, meint Vereinsvorstand Rohling abschließend.

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Warum Vorlesen für Kinder so wichtig ist

Foto: J. V. Saidl
Christiane Jurczik

Nach einer Studie der Universität Chicago wirkt sich das Vorlesen bereite bei 20 Monate alten Kindern Positiv aus: Kinder, denen vorgelesen wird, haben in diesem Alter einen um ca. 131 Wörter größeren Wortschatz. Schon nach zwei Jahren beherrschen sie sogar ca. 300 Wörter mehr als Kinder ohne Gute-Nacht-Geschichten. 

Lesen ist der Schlüssel für Bildung, Wissen und Kommunikation

Kinder, die gut lesen können, haben es im Leben leichter. Lesekompetenz ist die beste Grundlage für eine gute Entwicklung der Kinder, sowohl für ihre Konzentrationsfähigkeit als auch für ihre Vorstellungsgabe, ihr logisches Denken und ihr Einfühlungsvermögen. Kinder, denen schon in frühen Jahren vorgelesen wird, haben es später beim Lesen lernen um ein Vielfaches leichter.

Bücher sind die ersten Medien im Leben eines Menschen. Bücher überlassen es ganz dem Leser, in welcher Geschwindigkeit die Inhalte aufgenommen werden. Das ist gerade für Kinder so wichtig, weil sie zum Lernen und Verstehen oft mehr Zeit brauchen. Beim Betrachten von ruhigen Bildern und beim Zuhören von Geschichten vollziehen die Kinder mit ihrer eigenen inneren Anschauung ein konstruktives Verstehen, das viel kreativer ist als das passive Anschauen von Filmen oder anderen beweglichen Bildern. Die vermeintliche Reizarmut von Büchern ist zugleich ihre große Qualität.

Das Bücherlesen ermöglicht den Kindern ein tiefes und befriedigendes Verstehen. So schaffen es Bücher immer wieder, zu den Lieblingen von Kindern zu werden. In einem schnelllebigen Familienalltag können Bücher den Kindern zu Momenten der Ruhe, der Entspannung und der inneren Besinnung verhelfen, was kein anderes Medium vermag.

Zum Vorlesen gehört eine gemütliche Atmosphäre. Für die Kinder kann es gerne kuschelig sein. Wichtig ist es, das Buch dabei so in den Händen zu halten, dass die Kinder entspannt die Bilder anschauen können. Daher ist es oft am besten, nebeneinander zu sitzen. Zudem fördert Lesen die Konzentration und Merkfähigkeit. 

Kinder mögen es, ihre Lieblingsbücher wieder und wieder, Abend für Abend vorgelesen zu bekommen. Dreißigmal dasselbe Buch – keine Seltenheit. Kinder lieben beim Vorlesen das Ritual, es ist für sie ein großer Spaß ihre Lieblingsgeschichten in- und auswendig zu kennen. So werden Bücher zum festen geliebten Bestandteil ihres Lebens. Eltern sollten sich nie abwertend über die Lesewünsche ihrer Kinder äußern.

Wer als Vorleser innerlich mit den eigenen Gedanken ganz woanders ist, darf sich nicht wundern, wenn auch die Kinder ihm nicht zuhören. Ein Vorleser, der die vorgelesene Geschichte mit seiner eigenen inneren Anschauung mitvollzieht, wird auch die Zuhörer für die Geschichte gewinnen können.

Eltern können auch ganz bewusst andere Orte und Zeiten aussuchen, an denen Kindern durch Vorlesen Bücher nähergebracht werden: in der selbstgebauten Spielhöhle, im Wartezimmer beim Arzt und auf Reisen.

Kinder werden zu Lesern, wenn auch die Eltern lesen. Kinder orientieren sich an ihren Eltern als Vorbilder.

Mit Informationen aus www.schule-und-familie.de

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Psychologen beklagen zunehmende jugendliche Enthemmung und Brutalität durch Internet-Pornographie

Foto: Gemeinfrei, Lizenz CCO, Wikimedia Commons
Christiane Jurczik

Die Einstellung zur Sexualität ändert sich zunehmend, sagt der Neuropsychologe Erich Kasten. Unter jungen Menschen sei es heute normal, sich Hardcore-Pornos aus dem Internet anzuschauen, in denen extreme Verhaltensweisen wie 'Gang-Bangs' oder 'Natursekt-Partys' als scheinbar völlig übliches Verhalten dargestellt würden. "Letztlich wird menschliche Sexualität immer weiter entwertet, das sog. Pussy Slapping ist ein Ausdruck dieser Entwicklung."

Man hält es kaum für möglich: Sich gegenseitig leichte Schläge im Schambereich zu verpassen – eine neue Modeerscheinung unter Mädchen! Auf Schulhöfen und im Freundeskreis soll das sogenannte „Pussy Slapping“ in Mode sein Selbstverständlich wird das Ganze mit dem Handy gefilmt und im Internet verbreitet. Da findet man "Pussy-Slap-Wettbewerbe" und sogar "Pussy-Slap-Kriege“.

Psychologen sind der Auffassung, dass diese Praktiken aus Porno-Filmen im Internet übernommen werden.

„Für mich ist das ein sehr befremdliches Verhalten“, berichtet ein nicht näher genannter Lehrer laut die Bloggerin Juno Vai in „Spiegel Online“. Was in den Videos größtenteils spaßig wirkt, sei eigentlich böswillig, meint der Lehrer. Bei den Schlägen würden auch gezielt die Handrücken und Knöchel eingesetzt. „Sie tun sich gegenseitig richtig weh, das ist für mich völlig unverständlich.“

Der Neuropsychologe Erich Kasten sieht das ähnlich. Seiner Ansicht nach ist der „Pussy Slap auch ein Akt der Dominanz, mit dem ein junges Mädchen quasi symbolisch versucht, das Sexualorgan ihrer Nebenbuhlerin zu schädigen“, schlussfolgert der Arzt in einem Gespräch mit „Spiegel Online“. Die Jugendlichen seien regelrecht abgestumpft.

Solche Praktiken können zu einer regelrechten Mode werden und Hypes in den sozialen Netzwerken provozieren. Die Trendsetter des abgewandelten „Pussy Slapping“ könnten vier junge Australierinnen sein. Sie nennen sich „83 Squad“ und verdienen mit viralen Videos ihr Geld – als „Jackass“ (Vollidiot) für Mädchen sozusagen. Sie beschmieren ihre Gesichter mit rohen Eiern, reißen sich am Strand die Bikini-Oberteile runter – oder hauen sich gegenseitig in den Schritt. Gut möglich, dass sich ihre millionenfach angeklickten Videos inzwischen auch in Deutschland verbreiten. Ob das „Pussy Slapping“-Phänomen jetzt wirklich flächendeckend auf deutschen Schulen um sich greift, ist noch unbelegt.

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Mittwoch, 19. Juli 2017

Plant das Bundesfamilienministerium eine ernsthafte Verbesserung des digitalen Jugendmedienschutzes?

Katarina Barley. Foto: Bundesregierung, Steffen Kugler
Mathias von Gersdorff

Cybermobbing, sexuelle Belästigung, finanzielle Risiken und Suchtgefahren durch exzessive Nutzung des Internets. Das sind die Problemfelder, die Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) nennt, wenn es um die Anpassung des Jugendmedienschutzes an den neuen Umgang Heranwachsender mit Medien geht.

Hierfür ist ein Fachbereich „Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes“ bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als Thema vorgesehen.

In der Tat sind die Zahlen über Internet- und Pornographiesucht in den letzten Jahren rasant gestiegen. Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs, warnt seit Langem, dass immer mehr Kinder durch Jugendliche sexuell missbraucht werden würden: „Wir verzeichnen einen Anstieg von sexuellen Übergriffen von Jugendlichen auf Kinder, bis hin zu Vergewaltigungen. Das liegt auch daran, dass Kinder und Jugendliche heute durch das Internet leichter an Pornographie herankommen.“

Ebenfalls ist seit Jahren bekannt, dass Pädophile über das Internet an ihre Opfer kommen.

Zum Gefahrenkatalog kommt auch die Sucht nach Online-Spielen, die Zunahme von Adipositas bei Kindern, die mangelhafte Entwicklung von Sprachfähigkeiten etc. - der Katalog ist lang.

Insofern ist zu begrüßen, dass sich das Bundesfamilienministerium auf diese (gar nicht so) neuen Gefahren einstellen will.

Ist das Vorhaben ernsthaft? Man darf Zweifel erheben.

Zum einen läuft das Ganze unter dem Stichwort Kinderrechte. Bartley: „Kinderrechte müssen auch unter den digitalen Bedingungen konsequent durchgesetzt werden.“

„Kinderrechte“ ist das neue Modewort linker Gesellschaftspolitik und strebt eine weitere Auflösung des Familienbundes an. Im Grunde versucht man, die Kinder den Eltern zu entreißen und als völlig von den Eltern autonom lebende Personen einzustufen. Der Staat würde hierdurch noch mehr Einfluss in das Familienleben erhalten.

Doch abgesehen davon, sind die oben genannten Probleme nicht neu. Auf Pornographieflut, Gewaltverherrlichung, Spielsucht wird seit Jahren hingewiesen.

Die forensischen Berichte sind aber inzwischen dermaßen alarmierend, dass unsere Politiker vielleicht inzwischen doch entschlossener gegen diese Gefahren vorgehen wollen.

Zuallererst braucht Deutschland einen wahren Aktionsplan gegen Pornographie. Dieses ist gegenwärtig das allergrößte Problem im Medienschutz. Damit verbunden sind die Gefahren der Sucht und auch die steigende Anzahl von Kindern, die andere Kinder missbrauchen.

Andere Länder – insbesondere angelsächsische wie Großbritannien und Australien – haben diese Probleme vor Jahren erkannt und sind in der Bekämpfung dieser Gefahren schon viel weiter. Auch in den Vereinigten Staaten, einem Land mit sehr liberalen und schwachen Jugendmedienschutz, ist das Bewusstsein über die Gefahren des Internets für Kinder und Jugendliche wesentlich höher.

Es ist höchste Zeit, dass Deutschland nachzieht und ernsthafte Maßnahmen ergreift, um die Kinder im digitalen Zeitalter besser zu schützen.

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Montag, 17. Juli 2017

Studie: Spielfilme haben großen Einfluss auf Konsumverhalten Jugendlicher

Foto: deror_avi, Wikimedia Commons Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
Studien konnten nachweisen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem Beginn des Rauchens bei Jugendlichen und die positive Darstellung von Rauchszenen in Spielfilmen besteht.

Die Studie führte die Organisation „Breathe California“ durch.

Zudem konnte die Studie nachweisen, dass in den letzten Jahren die Szenen in erfolgreichen Spielfilmen, die das Rauchen positiv darstellen, um 72 Prozent gestiegen sind.

Um 43 Prozent stieg die Anzahl der Raucher in Filmen mit der Einstufung PG-13 (Empfohlen für Kinder ab 13 Jahren, darunter mit Begleitung der Eltern).

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder oder Jugendliche nach dem Schauen solcher Spielfilme mit dem Rauchen anfangen, steigt um das Zwei- bis Dreifache.

Es wird deshalb empfohlen, die Altersfreigabe solcher Spielfilme zu erhöhen.

Indessen zeigte eine Studie in Chile, dass 80 Prozent der Raucher hiermit beginnen, wenn sie jünger als 13 Jahre sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Rauchen zur Sucht wird, steigt je früher man damit beginnt.

Dies würde erklären, wieso sich die Tabakindustrie bemüht, in Spielfilmen für diese Alterszielgruppe das Rauchen positiv darzustellen.

Die Studien zeigen eindrucksvoll, welchen Einfluss erfolgreiche Spielfilme auf das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen ausüben. Gegenwärtig ist Mode geworden, die unglaublichsten Formen „sexueller Orientierungen“ zu zeigen. Es sollte untersucht werden, ob die steigende Zahl von Kindern oder Jugendlichen, die sich „im falschen Körper fühlen“, nicht auf Spielfilme oder Fernsehserien zurückgehen.

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Samstag, 15. Juli 2017

Millennials ersetzen zunehmend Sprache durch Emojis (Smileys)

Laut einer Studie von „Harris Poll“ sind Emojis (Smileys, Emoticons oder Bildschriftzeichen) für 36 Prozent der US-amerikanischen Millennials (Personen im Alter von 18 bis 34) geeigneter, um Gedanken oder Gefühle auszudrücken, als die geschriebene Sprache.

Für 80 Prozent sind Emojis eine ausgezeichnete Ergänzung der geschriebenen Sprache.

Wissenschaftler versuchen ein differenziertes Bild über diese Entwicklung zu geben.

Carlos Calvo von der „Universität Diego Portales“ in Chile erklärt, dass Gesten, Gesichtsausdrücke, Bewegungen der Arme etc. durchaus zur Kommunikation gehören. In den sozialen Netzwerken (WhatsApp, Facebook, Twitter, Instagram usw.) übernehmen die Emojis diese Funktion.

Die immer intensivere Verwendung von Emojis hat aber auch mit der Geschwindigkeit der Kommunikation in den sozialen Netzwerken zu tun. Emojis sind einfache Bilder, die unmittelbar eine Botschaft mitteilen.

Außerdem ist das Gehirn wesentlich schneller in der Lage, Emojis zu bearbeiten als geschriebene Sprache.

Der Technologiekonzern 3M fand heraus, dass unser Gehirn Bilder 60.000 Mal schneller verarbeitet, als Texte!

Außerdem schränken Emojis die Möglichkeit ein, missverstanden zu werden.

Das soziale Netzwerk WhatsApp – besonders bei Jugendlichen beliebt – plant aus diesen Gründen, den Zugriff auf Emojis stark auszuweiten. Zudem sollen in die Tastatur Funktionen eingefügt werden, um eine Vielzahl von Emojis zu einem bestimmten Gemütszustand zu ermöglichen. Tippt ein Nutzer beispielsweise „jaja“ ein, so sollen viele Varianten eines lachenden Bildchens erscheinen.

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Freitag, 14. Juli 2017

Kinder brauchen gemeinsame Mahlzeiten als Familienritual

Foto: J. V. Saidl
Christiane Jurczik

Für Kinder sind gemeinsame Mahlzeiten ein wichtiges Ritual das die ganze Familie stärkt und zusammenhält. 

Deshalb sollten alle so oft wie möglich gemeinsam an einem Tisch zusammenkommen. Feste Essenszeiten helfen: Wenn klar ist, dass es beispielsweise immer um 18.30 Uhr Abendbrot gibt, können sich Kinder und Eltern darauf einstellen. Das Essen zusammen zu beginnen und zu beenden, stärkt das Ritual gemeinsamer Mahlzeiten.

Wenn zu Hause der Duft der Lieblingsspeise durch die Wohnung zieht fühlen sich Kinder besonders wohl und geborgen. Vor allem besondere Anlässe wie der Geburtstag des Kindes sollte zu einem Ritual werden bei dem das Lieblingsessen gekocht wird.

Wenn Eltern und Kinder gemeinsam kochen, ist das für alle bereichernd. Eltern können vielleicht den Reiz des Experimentierens neu entdecken, Kinder lernen bei diesem Ritual den richtigen Umgang mit Schneebesen und Kochlöffel. Wenn Kinder in der Küche helfen, wird eine gute Basis für gemeinsame Rituale geschaffen.

Rituale können bestimmten Tagen spielerisch einen eigenen Charakter geben. Zum Beispiel: Samstag ist, wenn Papa und die Kinder Brötchen holen. Freitag ist, wenn es Fisch gibt. Mittwoch ist "gesunder Salat"-Tag. Samstag ist Vegetarischer-Tag.

Genauso wichtig wie der Inhalt der Kochtöpfe ist die Atmosphäre beim Essen. Gemeinsam lachen, und sich gegenseitig die Höhepunkte des Tages erzählen und ein gewisses Maß an Tischmanieren – so wird der Familientisch erst richtig lebendig. Grundsätzliche Probleme sollten bei Tisch aber nicht gewälzt werden. Aber wer sich beispielsweise in der Schule über etwas geärgert hat, sollte das ruhig ansprechen dürfen.

Familien, die gemeinsam essen, leben gesünder als solche, die es nicht tun. Zu diesem Ergebnis kamen Professorin Barbara Fiese und ihr Forscherteam der Universität von Illinois. Sie werteten Daten von insgesamt mehr als 180.000 Kindern und Jugendlichen aus. Das Ergebnis: Wer gemeinsam mit der Familie isst, nimmt mehr frische Früchte, Gemüse sowie faser- und calciumreiche Nahrungsmittel zu sich.

Kinder, die mit ihrer Familie mehr als dreimal wöchentlich essen, greifen seltener zu ungesunden Produkten wie Süßigkeiten, Limonaden und Fast Food. Die US-Forscher aus Illinois fanden heraus, dass diese Kinder außerdem ein zwölf Prozent geringeres Risiko für Übergewicht haben.

Mit Informationen aus www1.wdr.de

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