Mittwoch, 20. August 2014

CSU: Schwesigs Familienpolitik ist DDR 2.0

Zu den familienpolitischen Vorstellungen der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig kommentiert die Vorsitzende der CSU-Familienkommission, Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL:

"Schwesig fordert eine fixe 32-Stundenwoche für Eltern, bezeichnet befristete Arbeitsverträge als Anti-Baby-Pille, sieht die Arbeitstätigkeit beider Elternteile und die staatliche Kinderbetreuung als den einzig richtigen Weg an und redet letztendlich noch Hausfrauen pauschal schlecht (Interview Focus Online, 19.08.2014). 


Die Bundesfamilienministerin beschreibt damit eine Familienpolitik DDR 2.0. 

Ich erachte es für den völlig falschen Weg, Familien derart zu bevormunden und Einheitlichkeit vorzuschreiben. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte jede Familie für sich selbst entscheiden und ausgestalten können. Die Politik arbeitet daran, dass Familienfreundlichkeit ein zentrales Unternehmensziel wird. 

Dieser Prozess wird Rahmenbedingungen schaffen, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch ohne Gesetze und zusätzliche Steuergelder verbessert. Zudem ist es eine Farce, den Eltern die Kompetenz der Kindererziehung abzusprechen. Wir unterstützen auch diejenigen, die sich eine berufliche Auszeit nehmen und sich für mehr Zeit mit dem eigenen Kind entscheiden. Diese Zeit mit der Familie stellt weder für das Kind, noch für die Eltern einen Nachteil dar. Familien organisieren sich bei guten Rahmenbedingungen selbst am besten - das sollte unser familienpolitischer Anspruch von heute sein."


Quelle: CSU Landesleitung 

Dienstag, 19. August 2014

Wie Kinder in Grundschulen das Schreiben verlernen

In Deutschland lernen heute viele Grundschüler mit Methoden und Lehrgängen schreiben. Weiter dürfen Grundschüler fast überall drei Jahre lang so schreiben wie sie wollen - ohne korrigiert zu werden. Bei vielen Lehrern ist der Ansatz umstritten und Experten warnen vor gravierenden Folgen.

Ein Mädchen einer Berliner Grundschule hat sich für ein Schleichdiktat entschieden. Das Schleichen ist durchaus wörtlich zu verstehen. An der Eingangstür hängen Sätze, die sie lesen, sich auf dem Rückweg zu ihrem Platz merken und in ihr Heft schreiben soll. Am Ende soll sie die Sätze selbst korrigieren, denn die meisten Schüler finden viele Rechtschreibfehler in ihrer „Abschrift“. „Wenn sie Geschichten schreiben, dürfen sie auch phonetisch schreiben. Da spielt die Rechtschreibung keine Rolle“, erläutert die Lehrerin.

Auch Valerie darf schreiben was sie will. Wörter Sätze, kleine Geschichten – alles kritzelt sie so hin, wie sie es hört und spricht. Ihre Texte willen von Fehlern, doch die Lehrerin korrigiert sie nicht. Valerie geht in die zweite Klasse einer Wuppertaler Grundschule, aber Rechtschreibregeln hat sie bisher nicht gelernt.


Auch Eltern sollen die Schreibfehler ihrer Kinder nicht verbessern, doch im vierten Schuljahr hagelt es dann plötzlich schlechte Noten im Deutschunterricht, weil nun die korrekte Orthographie zu bewerten ist. Diktate werden schon lange nicht mehr geschrieben. Die Schüler wachsen mit dem Gefühl auf, dass Rechtschreibung nicht so wichtig sei - und mit dem Zwiespalt, dass sie richtig geschriebene Worte in Büchern lesen und falsch geschriebene an der Tafel oder in Schulheften.

Das böse Erwachen kommt für die Schüler dann beim Sprung aufs Gymnasium. Es werden plötzlich Anforderungen gestellt, denen die Kinder absolut nicht gewachsen sind. Nachmittags müssen sie nachholen, was man ihnen in der Grundschule nicht beigebracht hat: Eine fehlerfreie Rechtschreibung:

Die meisten Kinder haben nach einer Methode gelernt, die inzwischen an Grundschulen weit verbreitet ist: “Lesen durch Schreiben“, entwickelt vom Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen. Er ging davon aus, dass Kinder sich die Schriftsprache selbst erarbeiten könnten. Dafür sollen sie zunächst so schreiben, wie sie sprechen. Ein Unding! Zahllose Fehlschreibungen - die von Lehrern über ein oder sogar drei Jahre hinweg nicht oder kaum korrigiert werden - sind vorprogrammiert. 


Die Kinder dann in der zweiten oder dritten Klasse wieder umzupolen und ihnen statt der antrainierten chaotischen Rechtschreibung die richtigen Schreibweisen beizubringen, ist meist unglaublich schwer. Hirnforscher wissen: Richtig schreiben lernen wir, ähnlich wie Geige spielen oder Hochsprung. Man weiß: Wenn sich dabei gewisse falsche Routinen einmal entwickelt haben, sind sie kaum wieder abzutrainieren.

Viele Eltern machen sich Sorgen

Die Schüler lernen nicht mehr Buchstabe für Buchstabe aus der Fibel – sie schreiben völlig frei nach Gehör. Unterstützung soll ihnen die sogenannte Anlauttabelle geben. Ein Wort wird in Laute unterteilt und die Schüler suchen die ihnen passenden Buchstaben aus der bildlichen Tabelle heraus. A wie Ameise, B wie Banane. Dadurch schreiben sie dann Sätze wie: „Die Bollitzei isst da“.


„Viele Eltern sind völlig verwirrt“, sagt Birgit Völxen von der Landeselternschaft der Grundschulen in NRW. „Sie machen sich große Sorgen, dass die Kinder die Umstellung auf die richtige Rechtschreibung nicht schaffen.“ Eine Sorge, die von wissenschaftlichen Studien untermauert wird. „Mehrere Untersuchungen belegen, dass die Methode ‚Lesen durch Schreiben’ einen höheren Anteil von Schülern mit Rechtschreib-Schwächen produziert“, sagt Renate Valtin, Professorin für Grundschulpädagogik und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben.

Ein Risiko sei die Unterrichtsmethode vor allem für all jene Kinder, die über keine lautklare Aussprache verfügten, sagt Valtin. Kinder aus Migranten-Familien oder mit Dialekt-Einfärbung hätten daher große Schwierigkeiten mit dem „Schreiben nach Gehör“. Christa Röber, Professorin für Grundschulpädagogik an der Universität Freiburg, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Dieses Lern-Programm ist nur etwas für Kinder, die zu Hause zusätzlich gefördert werden. Alle anderen werden dadurch benachteiligt.“ Es gibt an den Schulen auch viele Kinder, die frühmorgens im Hort abgegeben und spätabends wieder abgeholt werden und ähnliche Schwierigkeiten haben wie Kinder aus bildungsfernen Familien.

Pädagogik-Experten beklagen zudem, dass dem Konzept von Jürgen Reichen jegliche wissenschaftliche Grundlage fehle. „Diese Methode ignoriert alle Erkenntnisse über den Schriftspracherwerb“, sagt Valtin. „Für die Kinder sind Wörter noch identisch mit Gegenständen. Sie haben in dem Alter große Schwierigkeiten, sich auf einzelne Laute zu konzentrieren.“ Auch Pädagogik-Professorin Röber beklagt, dass der Ansatz von falschen Annahmen ausgehe. So könnten Kinder etwa keine Kurzvokale wahrnehmen, dies lernten sie erst über das korrekt geschriebene Wort. „Untersuchungen haben gezeigt, dass nur 0,3 Prozent der Kinder beim Eintritt in die Grundschule den Kurzvokal ‚i’ im Wort Fisch oder das ‚u’ im Wort Hund hören konnten.“

Aus dem neueste Länderbericht mit der Auswertung der Vergleichsarbeit Vera in der dritten Klasse geht hervor, dass zum Beispiel in Berlin dritte Klassen bis zu 75 Prozent den Mindeststandard bei den Lesekompetenzen verfehlen, von der Rechtschreibung gar nicht zu reden. Anonym geben selbst Vertreter übergeordneter Stellen zu, dass die Klarheit über Ziele des Grundschulunterrichts schon seit Jahren nicht mehr systematisch abgefordert wurde.

Mit Angaben der Frankfurter Allgemeine und des WAZ

Studenten: Während der Vorlesung wird im Internet gesurft

Dass Studenten nicht immer aufmerksam in der Vorlesung sitzen, ist sicherlich kein Geheimnis. Mit was sie sich dabei aber genau beschäftigen, haben Forscher von der Universität des Saarlandes in einer aktuellen Studie stichprobenartig untersucht. Und festgestellt: Meist sind es vorlesungsferne Aktivitäten.

Zu diesen zählten die Bildungstechnologen um Vera Gehlen-Baum Tätigkeiten wie Surfen im Internet, Computerspiele spielen oder Freunde über soziale Netzwerke kontaktieren. "Vorlesungsnah sind dagegen zum Beispiel Tätigkeiten, bei denen Studenten auf ihrem Laptop mitschreiben oder die Folien der Präsentationen verfolgen", erklärt Gehlen-Baum. Das Ergebnis der Studie: Den ersten Platz belegte das Surfen im Internet gefolgt von Computerspielen und Sozialen Netzwerken. E-Mails schrieben nur wenige Studenten.

Gemeinsam mit Kollegen hatte Gehlen-Baum für ihre Arbeit Vorlesungen mit über 600 Studenten der Betriebswirtschaft, Erziehungswissenschaft und Informatik besucht und die Studenten dabei näher angesehen. "Studien haben gezeigt, dass diese drei Fächer den Durchschnitt der Studienlandschaft gut repräsentieren", begründet sie ihre Auswahl. Sie beobachtete 86 Personen mit 91 mobilen Geräten. "Informatiker setzen in der Regel auf Laptops, bei den BWL-Studenten haben wir alle Arten von Geräten gefunden, die Erziehungswissenschaft war die Gruppe mit den wenigsten Geräten", sagt Gehlen-Baum.

Wer nun aber glaubt, dass das beobachtete Verhalten nur eine Folge schlecht gehaltener Vorlesungen ist, der irrt. Zwar hielten die meisten Dozenten einen reinen Frontalunterricht, in dem sie den Studenten neue Informationen präsentieren. Doch selbst bei Dozenten, die auf eine Interaktion mit den Studenten, etwa in Form von Fragen, setzten, konnte Gehlen-Baum nicht feststellen, dass die Aufmerksamkeit der Studenten größer gewesen sei.


Quelle: Aponet

20. September 2014: Marsch für das Leben in Berlin

– 13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Weitere Teilnehmerinfos: Marsch für das Leben

Das Spielen eines Instruments verbessert die Hörwahrnehmung bei Kindern

Instrumentalunterricht wirkt ADHS und Legasthenie entgegen

Wie sich das frühe Erlernen eines Musikinstruments langfristig auf die Gehirnentwicklung von Kindern auswirkt, erforschen Privatdozentin Annemarie Seither-Preisler vom Institut für Psychologie der Uni Graz und Privatdozent Dr. Peter Schneider von der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. 
Ihre neuesten Erkenntnisse, wie man begabte Kinder noch besser fördern und andererseits Entwicklungsdefiziten entgegenwirken kann, haben die Beiden zusammen mit dem Grazer MusikologenUniv.-Prof. Dr. Richard Parncutt in der aktuellen Ausgabe des “Journal of Neuroscience” publiziert.
Bekommen beide Ohren dieselbe Information, arbeiten die rechte und die linke Hörrinde des Gehirns bei musikalisch geübten Kindern praktisch synchron. Bei untrainierten Kindern geraten sie minimal aus dem Takt, bei Kindern mit ADHS konnten die Wissenschafter in ihrer aktuellen Studie sogar eine markante Zeitverschiebung zwischen beiden Hirnhälften feststellen.
Außerdem war bei dieser Gruppe die Ausreifung der Hörfunktionen in der Hirnrinde deutlich verlangsamt, während junge Musiker einen Entwicklungsvorsprung zeigten.
“Diese Entdeckung könnte erklären, warum auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche häufig gemeinsam auftreten”, unterstreicht Seither-Preisler die Bedeutung der neuesten Ergebnisse.
Einige der Probleme der betroffenen Kinder dürften auf eine unzureichende Zusammenarbeit beider Hemisphären zurückzuführen sein, mit negativen Folgen für Aufmerksamkeit, rasche Sprachverarbeitung sowie die Lese-Rechtschreibfähigkeit.
“Eine musikalische Ausbildung wirkt genau diesen Defiziten entgegen”, betont Dr. Peter Schneider. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass Kinder, die ein Instrument lernen, besser zuhören können, aufmerksamer sind und weniger Probleme haben, Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren.
Darüber hinaus schneiden sie in Lese- und Rechtschreibtests besser ab als musikalisch ungeübte Gleichaltrige. “Es wäre daher förderlich, neue Formen von Musikerziehung für Kinder mit ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche anzubieten”, raten die Wissenschafter.
Quelle: Klinik Uni Heidelberg

Dienstag, 12. August 2014

Verheerende Wirkung von Werbung bei Kindern

Der Konsum von Werbung kann bei Kindern verheerende Auswirkungen haben und zu Stress, Depressionen und geringem Selbstvertrauen führen.

Gemeint ist vor allem die Werbung, die direkt auf Kinder abzielt. Sie erzeugt einen Druck, mit den Hochglanzbildern der Werbewelt mithalten zu müssen, so auszusehen und die Dinge zu besitzen, die in der Werbung propagiert werden. Kinder würden so zu lebenslangem Konsumverhalten erzogen.

Die Studie der britischen Organisation ThinkTank Compass kritisiert, dass Marketingexperten immer neue Strategien entwickelt haben, um die Welt der Kinder zu infiltrieren. Der an Kindern orientierte Werbemarkt in Großbritannien wird auf 30 Milliarden Pfund geschätzt und umfasst eine große Bandbreite, die von Lernen und Spielen über Essen bis zu Kleidung reicht. Kinder würden durch Werbung für Spitzenunterwäsche für unter Zehnjährige dazu gezwungen, zu früh erwachsen zu werden.

Britische Kinder sehen durchschnittlich 20.000 bis 40.000 Fernsehwerbespots pro Jahr. Der ThinkTank Compass ist nach eigenen Angaben politisch „demokratisch links“ orientiert.

Mit Informationen aus Focus online

Schwangerschaft: Alkohol hat schlimme Folgen für das Baby

(idea) – Frauen sollten während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol verzichten. Schon ein Glas Wein kann dazu führen, dass das Ungeborene volltrunken ist und seine Gesundheit nachhaltig beeinträchtigt wird. Das berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg). In westlichen Industrienationen komme mindestens eines von 100 Neugeborenen mit einer Alkoholschädigung, der sogenannten „Fötalen Alkoholspektrum-Störung“ (FASD), zur Welt. 

Die frühere Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) geht aufgrund der hohen Dunkelziffer von 10.000 Fällen jährlich in Deutschland aus. Bei den Betroffenen komme es zu Fehlbildungen an Organen und am Skelett, so der Beitrag. Häufig seien Herzfehler und deformierte Fingerglieder. Besonders problematisch sei die Schädigung des zentralen Nervensystems, die zu Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen sowie Wahrnehmungsstörungen führen könne. Zudem haben alkoholgeschädigte Kinder oft Probleme, Verhalten und Emotionen zu steuern. Ihre Behinderung werde in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen, weil die Wirkung von Alkohol auf das Ungeborene unterschätzt werde. 

Besser ausgebildete Frauen trinken öfter Alkohol in der Schwangerschaft

Da keine Grenze für einen ungefährlichen Konsum bekannt sei, raten Mediziner laut dem Bericht dazu, während der Schwangerschaft ganz auf Alkohol zu verzichten. Vor wenigen Jahren habe ein Glas Sekt noch als harmlos gegolten. Das sei heute anders. Studien zeigten, dass viele Schwangere dennoch Alkohol konsumieren. So gaben bei einer Befragung in 48 Berliner Frauenarztpraxen 58 Prozent an, in der Schwangerschaft getrunken zu haben. Oft seien es die besser ausgebildeten und verdienenden Frauen gewesen. Wie die Chefärztin des Neurologischen Rehabilitationszentrum Sülzhayn in Thüringen, Heike Hoff-Emden, der „Zeit“ sagte, sind Menschen mit FASD eine Hochrisikogruppe: „Viele FASD-Kinder waren neun Monate lang betrunken. Für sie fühlt sich die Welt auch jetzt noch so an, als ob sie mit verbundenen Augen in einer Hüpfburg gehen müssten. Sie finden einfach keinen Halt.“

Studie belegt negative Folgen bei häufigem Pornokonsum

Was pornografische Darstellungen im Gehirn bewirken, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin untersucht. Für eine Studie befragten die Entwicklungspsychologin Simone Kühn und ihr Team von der Berliner Charité insgesamt 64 Männer zu ihrem Pornokonsum. Sie maßen das Hirnvolumen der Probanden und untersuchten die Reaktionen im Gehirn, während die Männer sich pornographische Bilder ansahen.

Tatsächlich waren die Gehirne derjenigen Testpersonen die häufig Pornos sehen, kleiner als die derjenigen, die selten oder nie Erotikfilme konsumieren. Zudem fanden die Forscher weitere erstaunliche Besonderheiten in den Hirnen der Porno-Fans: So stellten sie in deren Belohnungszentrum sowie im sogenannten Striatum, einem Großhirnbereich, der Einfluss auf unsere Motivation haben, eine niedrigere Aktivität fest als bei den Vergleichspersonen.

"Wir konnten feststellen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Hirnstruktur und der Intensität des Pornokonsums gibt", sagt Simone Kühn. Die Wissenschaftlerin und ihr Kollege Jürgen Gallinat, Psychiater an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité konnten beweisen, dass die Männer, die häufiger Pornos konsumierten, in einem bestimmten Bereich im Gehirn weniger graue Substanz hatten als Männer mit geringerem Pornokonsum.
Ganz konkret handelte es sich um den Bereich im Gehirn, der mit dem Belohnungssystem zu tun hat, dem sogenannten Striatum. "Diese Tatsache sagt jedoch nichts über die Intelligenz oder Denkfähigkeit der Männer aus", betont Kühn.

Weiter stellten die Wissenschaftler fest, dass ausgerechnet der Bereich des Gehirns, der aktiv wird, sobald jemand etwas sexuell Erregendes betrachtet, umso weniger Aktivität zeigt, je mehr Pornos sich der Proband ansieht. Viel-Pornogucker scheinen also mit der Zeit abzustumpfen. Auch die Verbindung zwischen dem Striatum und dem präfrontralen Cortex, der das Verhalten mit steuert und Einfluss auf unsere Entscheidungen nimmt, verschlechtert sich, je häufiger ein Mensch Pornofilme sieht.

Mit Angaben aus Focus online

Todesursache: Herzversagen durch Cannabis-Konsum

Cannabis gilt allgemeinhin als “weiche Droge“ und wird oft verharmlost. Erkenntnisse des rechtsmedizinischen Instituts der Uniklinik Düsseldorf könnten den Blick auf die Droge verändern. Den Wissenschaftlern ist es gelungen zwei Todesfälle auf den Konsum von Cannabis zurückzuführen. Sie erlitten offenbar schwerwiegende Herzrhythmusstörungen.

„Nach unserem Wissen sind das weltweit die ersten Todesfälle, die komplett nach den heutigen wissenschaftlichen Standards aufgearbeitet wurden“, sagte Benno Hartung, Rechtsmediziner und Mitautor der Studie der „Rheinischen Post“.

Bei zwei Männern, die bei ihrem Tod 23 und 28 Jahre alt waren, wurde nach Autopsie, toxikologischen, histologischen, immunhistochemischen und genetischen Untersuchungen Cannabis-Konsum als Todesursache festgestellt. Das zeige, dass die Droge nicht nur, wie allgemein angenommen, „einen euphorisierenden Effekt ohne Nebenwirkungen“ auslöse, sondern in einigen Fällen zu einem tödlichen Herzversagen führen könne.

„Es handelt sich dabei um ein sehr seltenes Ereignis“, betont Hartung, „wir gehen jedoch davon aus, dass es jeden Cannabis-Konsumenten treffen kann.“ Wie oft und wie viel Cannabis die beiden jungen, körperlich gesunden Männer vor ihrem Tod konsumiert hatten, ist den Düsseldorfer Rechtsmedizinern nicht bekannt. Man wisse von der Polizei nur, dass die beiden Männer regelmäßige Konsumenten gewesen seien.


Ihr Fallbericht ist in der Fachzeitschrift „Forensic Science International“ unter dem Titel “Sudden unexpected death under acute influence of cannabis“ erschienen.

“Wir haben seit 2001 Fälle gesammelt. Bei diesen Fällen konnten wir nun jede andere Todesursache komplett ausschließen. Die beiden starben an Herzrhythmus-Störungen, die durch den Cannabis-Wirkstoff THC ausgelöst wurden.“

Feuer in Kalkumer Kirche: Polizei vermutet Brandstiftung

Nach einem Feuer in der St. Lambertus-Kirche Kalkum am Freitag ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Eine Sitzbank war am Nachmittag in Brand geraten und der Rauch hatte sich im gesamten Gebäude ausgebreitet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Es entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro. Auch ein Kreuz, das direkt über dem Kirchenmobiliar hängt, war bei dem Vorfall beschädigt und stark verschmutzt worden.

Rund eineinhalb Stunden waren die Feuerwehrleute des Düsseldorfer Stadtteils im Einsatz. Im Vorraum wurden danach viele, zum Teil abgebrannte Streichhölzer gefunden. Deshalb liegt eine Brandstiftung nahe und die Polizei war vor Ort. Die Polizei geht nun ersten Hinweisen auf ein absichtlich gelegtes Feuer nach.

Mitglieder der Gemeinde, Pfarrer Hermann-Josef Schmitz, Mitglieder des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes wollen sich ein genaues Bild vom Ausmaß des Schadens machen. Festgestellt wurde, dass sich auf den Bänken eine schmierige Rußschicht befindet. Nach Möglichkeit will man den Innenraum heute so säubern, dass am Sonntag die Heilige Messe gefeiert werden kann.

Mit Informationen aus RP.online

Freitag, 8. August 2014

Aktion: Deutschland braucht einen nationalen Aktionsplan gegen Pornographie - Ihre Unterschrift ist wichtig!

Lieber Leser, liebe Leserin,
 
eine erschütternde Nachricht geht mir nicht aus dem Kopf:

Immer mehr Kinder werden von Jugendlichen sexuell missbraucht!

Der Grund: Die zunehmende sexuelle Verwahrlosung der Heranwachsenden durch Pornographie.

Diese Information stammt von Johannes-Wilhelm Rörig, dem Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Missbrauchs.


Obwohl diese und weitere Nachrichten die Politik in höchste Alarmbereitschaft versetzen müssten, tut man so, als ob nichts wäre.

Ich bin nicht bereit, mit verschränkten Armen mitanzusehen, wie die Kinder in Deutschland von der Pornographieflut in ein verwahrlostes Leben gestürzt werden.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, unsere Aktion „Kinder in Gefahr“ deutlich zu vergrößern, um die Kinder und Jugendlichen vor Pornographie zu schützen.

Bitte nehmen auch Sie teil an dieser neuen und wichtigen Initiative von „Kinder in Gefahr“ und unterschreiben Sie heute noch den Appell „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundesjugendministerin Schwesig.Cliquen Sie bitte HIER.

 

Seit Jahren geht man hierzulande zu lax vor gegen Erotik und Pornographie in den Medien.

Auf diese Weise wurde der Jugendmedienschutz systematisch geschleift.

Filme, die noch vor wenigen Jahren im Nachtprogramm ausgestrahlt wurden - wenn überhaupt -, werden heute für „Ab 12“ eingestuft.

Dabei weiß man schon längst, welche katastrophalen Folgen der Konsum von Pornographie hat:

•    Pornographie löst im Gehirn ähnliche Prozesse aus wie Drogen und kann zu Suchtverhalten führen. Aus diesem Grund muss das „Material“ immer härter werden.
•    Eine Studie der „University of East London“ ergab, dass 20 Prozent der 16- bis 20-Jährigen süchtig nach Pornographie sind.
•    Laut der Studie werden die Konsumenten von Sexfilmen im Internet immer jünger. Zwei Drittel der 11- bis 13-Jährigen geben an, dass sie bereits pornographische Inhalte im Netz gesehen haben. Jedes achte Kind konsumiert die schlüpfrigen Filme sogar mehrmals täglich.

Irgendwann reicht selbst die schlimmste Pornographie nicht aus und es kommt zu konkreten Handlungen bis hin zu Missbrauch.

Unter diesen Umständen kann man sich nicht mehr wundern, wenn der Bundesbeauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs erklärt:

„Wir verzeichnen einen Anstieg von sexuellen Übergriffen von Jugendlichen auf Kinder bis hin zu Vergewaltigungen. Das liegt auch daran, dass Kinder und Jugendliche heute durch das Internet leichter an Pornographie herankommen und die Hemmschwellen durch die massenweise Verbreitung in den neuen Medien immer mehr abnehmen.“

„Schattenriss e.V.“, eine Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen, schreibt: „Sexuelle Übergriffe unter Kindern fangen bereits im Kindergartenalter an, setzen sich in der Grundschule fort und existieren auch in den Sek-I- und Sek-II-Schulen.“

Ohne dass viele es merken, findet zur Zeit mit den Kindern und Jugendlichen eine wahre Katastrophe statt.

Diese wird aber erst beendet werden, wenn wir uns energisch in dieser Sache einsetzen.

Deshalb möchte ich Sie bitten:

Unterschreiben Sie bitte unseren Appell „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“.

Ich will zehntausende von Appellen sammeln.

Ich will dieser neuen Initiative von „Kinder in Gefahr“ eine große Dynamik geben, damit sie von den Politikern nicht überhört werden kann.

Ich will, dass ganz Deutschland erfährt, in welchem Maße in Deutschland Kinder und Jugendliche verdorben werden.

Kurz: Ich will überall Alarm schlagen, damit endlich etwas passiert.

Dafür brauche ich heute Ihre Hilfe.

Bitte unterschreiben Sie unseren Appell gegen die Pornopgraphieflut in Deutschland.Cliquen Sie bitte HIER.


Helfen Sie mir bitte auch, viele andere Mitstreiter für diese wichtige Kampagne zu erreichen.

Bitte senden Sie diesen Appell an Freunde und Bekannte, damit viele an dieser wichtigen Aktion teilnehmen.

Ich bin sicher: Würden die Menschen erfahren, wie gefährdet Kinder und Jugendliche in Deutschland sind, würden sie an unserer gemeinsamen Aktion sofort teilnehmen.

Andere Länder, die angeblich liberaler sind als Deutschland, haben schon begonnen, gegen die Pornographieseuche vorzugehen.

In Großbritannien und Island ist man über den rasanten Anstieg des Konsums von Pornographie durch Kinder und Jugendliche höchst alarmiert.

Constable Malcolm Graham, ein hochrangiger Polizist Schottlands, warnt, die Zahl von Sexualdelikten würde weiter steigen, falls Pornographie nicht reduziert wird.

In Großbritannien trifft man schon Maßnehmen gegen diese extreme Gefahr für die Kinder und Jugendlichen.

Doch in Deutschland tun die Politiker so, als ob das Ganze eine Lappalie sei.

Eigentlich noch schlimmer: In einigen Bundesländern sollen schon im ersten Grundschuljahr sexuelle Themen bis hin zu Homosexualität, Transsexualität, „sexueller Vielfalt“ usw. behandelt werden.

So gewöhnt man schon kleinste Kinder daran, sich mit sexuellen Themen zu beschäftigen – ein Skandal!

Anstatt die Kinder vor ungeeigneten bzw. verfrühten Inhalten zu schützen, sollen sie entsprechend der Gender-Theorie und des Gender-Mainstreamings indoktriniert werden.

Mit diesem wahren Angriff auf die Kinder werde ich mich nicht abfinden.

Wir müssen auf den Tisch hauen:

Unterschreiben Sie bitte unseren Appell „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundesjugendministerin Schwesig. Cliquen Sie bitte HIER

Mit freundlichen Grüßen
Mathias von Gersdorff

PS.: Wenige in Deutschland wissen, dass immer mehr Kinder durch Jugendliche sexuell missbraucht werden - unglaublich!

Der Grund: Die zunehmende sexuelle Verwahrlosung der Heranwachsenden durch Pornographie.

Obwohl diese und weitere Nachrichten die Politik in höchste Alarmbereitschaft versetzen müssten, ist so gut wie nichts geschehen – Deshalb müssen wir uns selber helfen.

Unterschreiben Sie bitte unseren Appell „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundesjugendministerin Schwesig. Cliquen Sie bitte HIER.


Sterbehilfe: Peter Hintze spaltet Union

In der Debatte über Sterbehilfe hat sich Peter Hintze (CDU) positioniert, der schon traditionell von unionsnahen Werthaltungen in medizinethischen Fragen abweicht.
 
Einen gemeinsamen Gruppenantrag mit der SPD-Abgeordneten Carola Reimann könne er sich "gut vorstellen", sagte Hintze der "Tageszeitung". Er schließe nicht aus, "dass der Gesetzgeber eine Straffreiheit für Ärzte herstellen kann", schloss einen "Anspruch" von Patienten auf ärztliche Beihilfe beim Suizid aber aus.

Damit weicht Hintze von der Mehrheitsmeinung in der Unionsfraktion ab, nach der Beihilfe zum Suizid in jeder Form untersagt werden soll. Hintze und Reimann hatten 2011 gemeinsam für eine "liberale" Position zur Präimplantationsdiagnostik geworben. 

Quelle: Ärzte Zeitung

Kinderpornografie: Google verrät Mann an die Polizei

Seit 2006 ist Google aktiv gegen Kindesmissbrauch tätig. Jetzt hat der Online-Dienst einen seiner Nutzer an die Polizei verraten, weil dieser verdächtige E-Mails verschickte. Die Beamten schlugen zu - und zeigten sich ob des Volltreffers begeistert.

Google weiß alles über seine Nutzer. Das musste jetzt auch ein Mann aus Houston auf unangenehme Weise feststellen. Die Internetfirma informierte das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) über den Inhalt seiner E-Mails, da er verdächtige Bilder von Kindern verschickte. Kurz darauf wurde der Mann wegen des Verdachts der Kinderpornografie verhaftet, berichtet die Nachrichtenseite „Business Insider“.

Dem Bericht zufolge leitete die gemeinnützige Organisation NCMEC die Information der zuständigen Polizeibehörde weiter. Diese durchsuchte anschließend weitere Geräte und verhaftete den Mann, nachdem sie weiteres verdächtiges Material fand.

Google stehe wegen mangelhaftem Datenschutz in der Kritik, heißt es in dem Bericht weiter. Offenbar warne Google die Nutzer aber in seinen Nutzungsbedingungen vor automatischen Analysen der E-Mails. Außerdem sei Google seit 2006 aktiv gegen Kindesmissbrauch im Internet tätig. Ein Vorfall wie dieser sollte also nicht überraschen. Darüber hinaus seien Online-Dienste wie Google in vielen Staaten Amerikas gesetzlich dazu verpflichtet, Kindesmissbrauch zu melden.

Mit Informationen aus Focus online

Betreuungsgeld steigt auf 150 Euro

Zum 1. August 2013 wurde das Betreuungsgeld für Eltern eingeführt, die ihre Kinder nach Erhalt des Elterngelds zuhause betreuen. Die Leistung wird maximal 22 Monate gezahlt und betrug bisher 100 Euro monatlich. Wie bereits im Gesetz verankert, wurde der Satz nun zum 1. August 2014 um 50 Euro erhöht. Familien erhalten somit 150 Euro im Monat – bei Zwillingen 300 Euro, bei Drillingen 450 Euro.

Voraussetzung ist, dass die Eltern ihren Nachwuchs entweder selbst betreuen oder die Betreuung innerhalb ihres Familien- oder Freundeskreises privat organisieren. Auch Väter und Mütter, die eine Tagesmutter oder eine ausschließlich privat finanzierte Krippe nutzen, können Betreuungsgeld beantragen. Somit haben alle Eltern Anspruch, die ihr Kind nicht in eine öffentlich geförderte Krippe geben.


Seit der Einführung beziehen laut Statistischem Bundesamt 210.646 Familien Betreuungsgeld.

Städtische Kita und Betreuungsgeld schließen sich aus. Aber eine private Unterbringung bei einer Tagesmutter, einer Tante oder Oma sowie die Beaufsichtigung durch ein Au-pair sind in Möglich. Einen Anspruch haben ebenfalls alle Eltern, deren Kind eine private Krippe oder Eltern- Kind-Gruppe besucht. Voraussetzung: Diese Einrichtung finanziert sich ausschließlich durch Eltern oder Spenden.

Betreuungsgeld gilt als Einkommen. Es wird deshalb mit ALG II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag verrechnet. Eltern die Hartz IV bekommen, können zwar Betreuungsgeld beantragen,- es wird ihnen aber bei der Auszahlung von Hartz IV wieder abgezogen. Wohngeld-, BAföG- oder ALG-I-Empfänger hingegen bekommen das Betreuungsgeld zusätzlich.

Das Betreuungsgeld kann auch als zusätzliche Altersvorsorge oder für ein Bildungssparen eingesetzt werden. Eltern, die das Geld für ihr Kind anlegen werden - und zwar mindestens bis zum 14. Lebensjahr - bekommen einen sogenannten Bildungsbonus von weiteren 15 Euro im Monat. Den Bonus gibt es allerdings nur, wenn das gesamte Geld entsprechend angelegt wird.

Bayerns Familienministerin Emilia Müller sagt dazu: „Die Einführung des Betreuungsgelds war goldrichtig. So haben wir die nötige Balance zum Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geschaffen. Denn was einem Kind gut tut, hängt maßgeblich von Alter und Entwicklung des Kindes und der jeweiligen Familiensituation ab. Viele Eltern wollen ihr Kind nicht gleich nach dem ersten Geburtstag in eine Krippe geben, sondern erst nach einigen Monaten. Das Betreuungsgeld erfüllt daher auch eine wichtige Brückenfunktion.“

Traditionell lebende Familien müssen gefördert werden. Nicht jede Frau möchte erwerbstätig sein. Die Zahlung ist eine Anerkennung der Arbeit, die Mütter und Väter leisten, wenn sie zuhause bleiben. Ein weiterer Punkt ist der psychische Faktor. Für viele Kinder ist es einfach zu früh, wenn sie schon nach wenigen Monaten von ihrer vertrauten Bezugsperson getrennt werden. Studien zeigen, dass viele Kleinkinder und Vorschulkinder unter der Berufstätigkeit der Eltern leiden.

Mit Angaben aus Kindergeld.info

Unionsfraktion fordert Maßnahmen gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel

Laut Presseberichten hat sich die SPD-Fraktion in einem Positionspapier zum Prostitutionsrecht gegen die Anhebung des Mindestalters für Prostituierte auf 21 Jahre, die Einführung verpflichtender Gesundheitsuntersuchungen und die Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten ausgesprochen. 

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:


“Wir brauchen schnell eine Reform des Prostitutionsrechts. Unser Ziel ist ein besserer Schutz derjenigen, die von Menschenhändlern und Zuhältern unfreiwillig in die Prostitution gedrängt und gezwungen werden. Vor allem aus dem Blickwinkel dieser Opfer muss die Prostitution neu geregelt werden. Außerdem geht es um den Schutz der Bevölkerung vor Belästigung und Gesundheitsgefahren.

Mindestalter, Gesundheitsuntersuchungen und Freierbestrafung sind zentrale Forderungen der Union. Insbesondere bei der Freierstrafbarkeit ist der Koalitionsvertrag einzuhalten.


Dort ist festgeschrieben, dass wir gegen diejenigen vorgehen, die wissentlich und willentlich die Zwangslage der Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution ausnutzen und diese zu sexuellen Handlungen missbrauchen. Denn erst die Nachfrage der Freier macht Menschenhandel und Zwangsprostitution lukrativ. Für Freier, die an der Überführung von Zuhältern oder Menschenhändlern mitwirken, kann gleichwohl Straffreiheit vorgesehen werden.

Auch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen sind notwendig. Sie bieten den Prostituierten die Gelegenheit für vertrauliche Gespräche und Ausstiegsangebote. Dies ist ebenso wenig diskriminierend wie bei anderen Berufen, bei denen ein Gesundheitszeugnis verlangt wird. Jeder Würstchenverkäufer muss es vorlegen.

Auch das Mindestalter von 21 Jahren halten wir für wichtig, besonders zum Schutz der noch jüngeren Frauen. Die  –  von uns selbstverständlich auch geforderte  –  Genehmigungspflicht für Bordelle allein wird nicht ausreichen, um den Opfern von Menschenhandel zu helfen.

Anscheinend kann die SPD doch nicht über ihren Schatten springen, die Fehler bei der schrankenlosen Regelung der Prostitution durch das Prostitutionsgesetz von 2001 einzugestehen. Sie lässt die Opfer von Menschenhandel ohne Hilfe allein.”

Dienstag, 5. August 2014

Debatte um Sterbehilfe spaltet Große Koalition

(Junge Freiheit) Im Bundestag zeichnet sich eine heftige Auseinandersetzung um organisierte Sterbehilfe ab. Führende Unionspolitiker wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Fraktionschef Volker Kauder (CDU) wollen diese Form der Beihilfe zum Suizid gesetzlich verbieten.

Widerspruch kommt nun von der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann. Sie halte ein solches Verbot für ein „verheerendes Signal des Gesetzgebers an die Bürger“, sagte sie der Welt. Schon heute wagten es viele schwerkranke Menschen nicht, mit ihrem Arzt vertrauensvoll über eine Beendigung ihrer Leiden zu sprechen. Ärzte befürchteten, sie würden sich strafbar machen.

Zudem habe dieses Thema nichts im Strafrecht zu suchen. Der Bundestag müsse nach anderen Wegen suchen, um die problematische Tätigkeit von Sterbehilfe-Vereinen einzuschränken oder zu unterbinden. Ein Verbot würde etwa der Schweizer Organisation „Dignitas“ weitere Kunden zutreiben, befürchtet die SPD-Politikerin.

Noch weiter geht der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Burkhard Lischka. Gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sprach er sich für die Zulassung ärztlicher Sterbehilfe aus. Derzeit ist die aktive Sterbehilfe in Deutschland grundsätzlich verboten. Die Beihilfe zum Suizid, etwa durch den Verkauf tödlicher Medikamentencocktails, ist dagegen bisher nicht strafbar.