Dienstag, 16. Dezember 2014

Johann Wolfgang von Goethe: Die Ehe - Anfang und Gipfel aller Kultur

“Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel aller Kultur. Sie macht den Rohen mild  –  und der Gebildetste hat keine bessere Gelegenheit, seine Milde zu beweisen.
Unauflöslich muß sie sein; denn sie bringt so vieles Glück, daß alles einzelne Unglück dagegen gar nicht zu rechnen ist.
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Und was will man von Unglück reden? Ungeduld ist es, die den Menschen von Zeit zu Zeit anfällt, und dann beliebt er, sich unglücklich zu finden.
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Lasse man den Augenblick vorübergehen, und man wird sich glücklich preisen, daß ein so lange Bestandenes noch besteht!”
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Quelle: Johann Wolfgang von Goethe: “Die Wahlverwandtschaften”, Teil I, Kap. 10.

Belästigung im Internet: Fast jeder zweite US-Bürger ist betroffen

Das Meinungsforschungsinstitut Pew Research hat in einer Studie zum Thema Belästigung im Internet folgende Zahlen vorgelegt: Von 2849 befragten Amerikanern gaben 73 Prozent an, bereits Zeuge von Schikanen irgendeiner Art geworden zu sein. 40 Prozent waren nach eigenen Angaben selbst schon einmal Ziel solcher Angriffe.

Die Arten der Belästigung unterscheiden sich je nach Alter und Geschlecht der Betroffenen. Je jünger die Internet-Nutzer sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, beleidigt, bedroht, belästigt oder verfolgt zu werden. 65 Prozent der jungen Erwachsenen bis 29 Jahre berichten von diesen Erfahrungen. Bei den bis zu 24 Jahre alten Personen steigt die Zahl der Betroffenen auf 70 Prozent.

Männer werden häufiger mit physischer Gewalt bedroht. Frauen werden überdurchschnittlich oft mit sexuellen Anspielungen und Belästigungen konfrontiert. Ebenso betrifft die Verfolgung durch Stalker vor allem Frauen. Online ist jede vierte Frau bis 24 Jahre bereits Opfer von Stalking oder sexueller Belästigung geworden.

Soziale Netzwerke sind laut Studie der Haupttummelplatz für Proleten und Stalker. 60 Prozent der Nutzer mit entsprechenden Erfahrungen wurden auf Plattformen wie Facebook beziehungsweise über die dazugehörigen Apps angegangen. Fast jeder vierte Befragte aus der Gruppe der Betroffenen gab an, in Kommentarspalten rüde behandelt worden zu sein.

Mit Auszügen des Spiegel online

Bei Cannabis-Konsum droht Führerscheinentzug

Auch bei geringsten Mengen oder gelegentlichem Konsum von Cannabis kann der Führerschein entzogen werden – dies wurde nun in höchster Instanz entschieden.

Wird im Blut eines Kraftfahrers, der gelegentlich Cannabis konsumiert, eine THC-Konzentration von mindestens 1,0 ng/ml festgestellt, so darf davon ausgegangen werden, dass er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Das geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungs-Gerichts vom 23. Oktober 2014 hervor (Az.: 3 C 3.13).

Nach einer Verkehrskontrolle wurde im Blut des Mannes 1,3 Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) festgestellt. THC ist der psychoaktive Wirkstoff von Cannabis. Daraufhin entzog das Landratsamt ihm die Fahrerlaubnis wegen fehlender Trennung des Cannabis-Konsums vom Fahren. Widerspruch, Klage und Berufung des Klägers blieben erfolglos.

Wenn bei einer Blutuntersuchung wie im Fall des Klägers ein Wert ab 1,0 ng/ml THC festgestellt wird, kann bei solchen Werten eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit nicht ausgeschlossen werden. Die Fahrerlaubnisbehörde darf in so einem Fall außerdem davon ausgehen, dass ein Beschuldigter nicht ausreichend zwischen der Teilnahme am Straßenverkehr und Cannabiskonsum trennen kann. Dem Kläger wurde daher zu Recht seine Fahrerlaubnis entzogen.

Mit den gleichen Konsequenzen müssen auch Fußgänger rechnen

Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Mainz aus dem Jahr 2010 darf Personen auch dann die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn sie mit Drogen in der Tasche erwischt werden, ohne zu dieser Zeit ein Kraftfahrzeug zu führen.

Mit Angaben des VersicherungsJournal.de

"Sexuelle Vielfalt" in Niedersachsen beschlossen/Bertholdes-Sandrock CDU: Ehe und Familie der Beliebigkeit preisgegeben

Am 15. Dezember 2014  beschloss der Niedersächsische Landtag mit einer Mehrheit der Stimmen der rot-grünen Regierungsfraktionen und der oppositionellen FDP, die Lerneinheit "Sexuelle Vielfalt" in den Schulen einzuführen. Davor gab es eine heftige Debatte, in der die CDU-Landtagsabgeordnete die Landesregierung aufforderte, die umstrittene Lerneinheit zurückzuziehen. Wir dokumentieren die Pressemeldung der CDU-Niedersachsen:

(PM CDU-Niedersachsen) Bertholdes-Sandrock: Rot-Grün muss Antrag zur sexuellen Vielfalt im Unterricht zurückziehen – Lehrer und Eltern stärker einbinden

Die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock fordert die rot-grüne Landesregierung auf, ihren Antrag zur sexuellen Vielfalt im Schulunterricht zurückzuziehen. „In Baden-Württemberg war der grüne Ministerpräsident politisch klug genug, das entsprechende Vorhaben erst einmal zu stoppen - Ministerpräsident Weil täte gut daran, dasselbe zu tun", sagt Bertholdes-Sandrock.

Anzustreben sei, dass sich Schule mit Diskriminierung jeder Art auseinander setze. Dazu zähle auch, dass verschiedene Formen des Zusammenlebens wie zum Beispiel gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Unterricht thematisiert werden. „Dies muss aber geschehen, ohne Ehe und Familie als verfassungsrechtlich geschützter Lebensform der Beliebigkeit preiszugeben. Der rot-grüne Antrag setzt hingegen keinerlei Grenzen", sagt Bertholdes-Sandrock. Es könne nicht sein, dass Sexualerziehung durch externe Besucher durchgeführt werde, ohne dass Lehrerinnen und Lehrer wüssten, was während solcher Unterrichtsbesuche geschehe.

„Auch die CDU-Landtagsfraktion wendet sich gegen Diskriminierung jeglicher Art - wir wollen aber keine Verengung auf das Sexuelle. Sexualerziehung sollte immer nur ein Teil der Auseinandersetzung mit Vielfalt in allen gesellschaftlichen Bereichen sein", betonte Bertholdes-Sandrock.

Das geltende Schulgesetz eröffne bereits zahlreiche Möglichkeiten, der gesellschaftlichen Vielfalt aller Lebensbereiche gerecht zu werden, so Bertholdes-Sandrock. „Uns ist es wichtig, dass insbesondere die Eltern bei einem so sensiblen Thema selbstverständlich eingebunden sind."

Ärztekammern: Nein zur Sterbehilfe

(heilpraxisnet) Die Bundesärztekammer bleibt bei ihrem Nein zur Suizidbeihilfe. Mediziner hierzulande würden zwar Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben leisten. Da Schwerkranke teilweise aber auch in die benachbarte Schweiz reisen, um dort Sterbehilfe zu erhalten, dürfte die Diskussion über das umstrittene Thema auch hierzulande weitergehen.

Die Bundesärztekammer in Deutschland bleibt ungeachtet der Diskussion über die Sterbehilfe in Politik und Gesellschaft bei ihrem Nein zur Suizidbeihilfe. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP. In einer am Freitag nach einer Vorstandsitzung der Bundesärztekammer veröffentlichten Erklärung heißt es, dass für alle Ärzte in Deutschland gelte, dass sie Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben leisten sollten. Weiter wird mitgeteilt, dass die Berufsordnungen der Ärztekammern einheitlich und bundesweit formulierten, dass es die Aufgabe von Ärzten sei, „das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten“.

Ärzte-Chef will Verbot von gewerbsmäßigen Sterbehilfeorganisationen

Die Position wurde der Nachrichtenagentur dpa zufolge vom Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery in Anwesenheit der 17 Regionalvertreter vorgetragen. Es gebe keinen Ansatz für eine Änderung der Berufsordnung. Man könne auch nicht davon sprechen, dass es in dieser Position einen Flickenteppich in Deutschland gebe, obwohl einige regionale Ärztekammern in ihren Berufsordnungen von den Formulierungen der Bundesärztekammer abweichen. Es sei keine gesetzliche Änderung nötig, sagte Montgomery an die Adresse der Politik gerichtet, außer ein Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfeorganisationen.

„Suizid-Tourismus“ in die Schweiz


Die Diskussion über das äußerst umstrittene Thema dürfte jedoch auch nach diesem Nein weitergehen. Zwar ist die Beihilfe zum Selbstmord sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen europäischen Staaten verboten, in der Schweiz besteht jedoch keine entsprechend eindeutige gesetzliche Regelung. Daher reisen auch manche schwerkranke Deutsche zum „Suizid-Tourismus“ ins Nachbarland. Häufige Gründe für den Suizid in der Schweiz sind Experten zufolge unter anderem neurologische Erkrankungen, Krebs, rheumatische Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Oft litten die Betroffenen auch an mehreren Krankheiten gleichzeitig.

Schüler würgt Lehrer weil er ihm das Handy abnahm

Während einer Klassenfahrt soll ein niedersächsischer Lehrer gewürgt worden sein. Der 14-jährige Täter soll sogar gedroht haben, den Pädagogen umzubringen. Der Grund: Dem Schüler wurde das Handy abgenommen.

Weil er seinen Lehrer mit einem Schnürsenkel gewürgt haben soll, ermittelt die Polizei in Niedersachsen gegen einen 14-jährigen Gymnasiasten. Der Lehrer sei bei dem Vorfall erheblich verletzt worden, teilte die Polizei in Hameln mit. Die Polizei ermittelt demnach wegen versuchten Totschlags gegen den Jungen aus Bad Pyrmont. Die Tat ereignete sich während einer Klassenfahrt im Oktober 2014 in Goslar.

Der Attacke des Schülers sei ein Streit vorausgegangen, sagte der Polizeisprecher. Der 33-jährige Lehrer habe dem Schüler dabei ein Handy abgenommen. Der 14-Jährige habe daraufhin vor Zeugen gedroht, er werde den Lehrer umbringen. Der Schüler habe dem Pädagogen dann im Treppenhaus der Goslarer Jugendherberge aufgelauert, ihn von hinten angegriffen, den Schnürsenkel um den Hals gelegt und zugezogen, sagte der Polizeisprecher. Der Lehrer konnte sich demnach nur mit Hilfe anderer Schüler befreien. Er erlitt Würgemale am Hals und einen Sehnenabriss am Finger.

Der Mann sei inzwischen wieder dienstfähig, sagte eine Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg. Ob der Schüler auf dem Gymnasium bleiben könne, sei Sache der Disziplinarkonferenz der Schule.

Mit Informationen aus Focus online

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Familientraditionen stärken das Wir-Gefühl und sind für Kinder und Familie wichtig

„Das ist bei uns so Tradition“ – Dieser kleine Satz hat eine große Bedeutung.

Er zeugt von einem Gefühl von Zusammenhalt, von Erinnerungen an gemeinsame Feste, an bewegende und fröhliche Momente. Und es ist auch ein Hauch von Stolz dabei, dass es etwas gibt, das einen als Familie besonders und einzigartig macht!

Traditionen sind eine kostbare Sache und werden von vielen Menschen als wichtiger Teil ihres Alltags und Lebens empfunden. Da gibt es die „großen“ Traditionen an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten, die später zu den wertvollsten Erinnerungen gehören und immer wieder die Vorfreude auf das nächste Fest zu wecken vermögen. Und es gibt diese ganz kleinen Rituale, die vielleicht so selbstverständlich und alltäglich sind. Mit Traditionen, Bräuchen und festen Ritualen geben wir unser Wissen und unsere Kultur an die nächste Generation weiter.

Traditionen bereichern das (Familien)Leben
Wiederkehrende Traditionen, Gepflogenheiten oder Rituale innerhalb der Familie haben eine große Bedeutung für das Zusammenleben im Alltag und an besonderen Festtagen, denn sie geben den eigenen Kindern Werte mit auf den Weg, die sie im Leben brauchen werden.

Geduld beispielsweise, wenn vor der Bescherung am Heiligen Abend erst noch gemeinsam musiziert wird. Rücksichtnahme, wenn zugunsten des „Familienkaffees“ die Verabredung mit Freunden verschoben wird. Oder Kompromissbereitschaft, wenn man sich wenigstens an einem Morgen des Wochenendes für das gemeinsame Frühstück früher aus dem Bett bequemt, als man es sonst zu tun würde.

Traditionen verbinden Menschen miteinander

Der traditionelle Sankt-Martins-Zug mit allen Kindern aus Grundschule und Kindergarten, der alljährliche Besuch des Krippenspiels. Die Begegnung mit Nachbarn. Das gemeinsame Einhalten guter Vorsätze während der Fastenzeit – das alles sind Momente, an die man sich später zusammen mit der Familie und Freunden erinnern kann. Oft mit einem wunderbaren Gefühl von Geborgenheit.

Traditionen helfen im Alltag nicht aneinander vorbei zu leben
Wie oft hat man am Ende eines Tages das Gefühl, dass es mal wieder an der Zeit fehlte, um sich auszutauschen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen, was in der Schule geschah und welche schönen und unschönen Momente die Arbeit mit sich brachte? Ein tägliches gemeinsames Abendessen oder eine halbe Stunde Zusammensein im Wohnzimmer vor dem Zubettgehen als feste Bestandteile des Alltags vermitteln die Sicherheit und die innere Ruhe, dass stets genug Zeit für Gespräche bleibt.

Traditionen schaffen verlässliche Strukturen
In den Tag hinein zu leben, nicht zu wissen, was morgen ist, das bereitet Kindern häufig Unbehagen. Feste Rituale, regelmäßig wiederkehrende Ereignisse helfen ihnen, die Welt zu verstehen, und geben ihnen Sicherheit. Sowohl alltäglich im Kleinen als auch über ein ganzes Jahr betrachtet.

Denn auch wenn „Wochen und Monate“ noch abstrakte Begriffe für Kinder sind: Das Laternenbasteln vor St. Martin oder Plätzchen backen vor dem ersten Advent lassen Erinnerungen an das vergangen Jahr aufleben, wecken die Vorfreude und vermitteln eindrücklicher „Nun ist es bis Weihnachten nicht mehr lange“ als viele Worte es vermögen.

Mit Informationen aus familie.de

Bad Tölz: Weihnachtsfeier wird in Jahresabschlußfeier umbenannt

(Junge Freiheit) Der Alpenverein in Bad Tölz hat mit der Umbenennung seines Weihnachtsfestes in „Jahresabschlußfeier“ für Aufregung gesorgt. Mehrere Mitglieder zeigten sich gegenüber der Münchner tz empört über die Ankündigung. „Wenn man jetzt nicht mehr Weihnachtsfeier sagen darf, dann können wir gleich auch die Gipfelkreuze und unsere Bergmesse abschaffen“, sagte das 90jährige Mitglied Elisabeth Weiß dem Blatt.

Sie erinnerte unter anderem an die Zeit des Nationalsozialismus und der DDR, als die Regierungen „alles Christliche aus unserem Bewußtsein und unserer Sprache tilgen wollten“. Die Umbenennung sei deswegen „albern und beschämend“. Der im Ruhestand befindliche Bad Tölzer Pfarrer Helmut Kissel forderte den Verein auf, „eine klare Haltung zu zeigen und sich zu den eigenen geistigen Ursprüngen bekennen“.

Der Vorsitzende des Alpenvereins in Bad Tölz, Paul Schenk, warnte gegenüber der tz vor einem Boykott. Dies sei das „falsche Mittel“. Er selbst sprach sich zwar für eine „Weihnachtsfeier“ aus, kündigte jedoch an, dies werde intern besprochen. Es liege an den „werteorientierten Aktiven“, ihren Standpunkt durchzusetzen.

Erfolgreiche Proteste gegen Stapf-Klinik in Stuttgart

(Junge Freiheit) Schlappe für eine der größten Abtreibungskliniken in Deutschland: Nach Protesten von Lebensschützern kündigte ein Vermieter an, dem Arzt Friedrich Stapf keine Räume zur Verfügung stellen zu wollen. Die Stuttgarter Stadtverwaltung zeigte sich enttäuscht über die Absage.

„Der neue Vermieter für die Stapf-Klinik ist mit großem Bedauern von seinem Angebot zurückgetreten, zum Schutz seiner sonstigen Mieter“, sagte der für die Krankenhäuser zuständige Bürgermeister Werner Wölfle (Grüne) der Nachrichtenagentur dpa. Er bemängelte zudem, die Gegner der Klinik hätten mit ihren „Erpressungs- und Drohmethoden“ Erfolg gehabt.

2.200 Abtreibungen im Jahr

Zugleich betonte Wölfle jedoch, es gebe bereits neue Verhandlungen mit anderen Vermietern. „Wir als Stadt wollen, daß die Frauen, die ein solches Angebot brauchen, dies auch in Stuttgart vorfinden. Davon lassen wir uns auch nicht von ein paar radikalen Abtreibungsgegnern, die auch vor massiven Einschüchterungen nicht zurückschrecken, abbringen.“

Stapf muß seine bestehenden Praxisräume zum Jahresende verlassen, weil er eine Frist zur Verlängerung seines Mietvertrags versäumt hatte. Gegner der Klinik, zu der auch Mitglieder von AfD und CDL (Christen für das Leben) gehören, sprachen nun von einem „Zwischenerfolg“. Nach eigenen Angaben hatte die Einrichtung bisher etwa 2.200 Abtreibungen im Jahr vorgenommen.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Professor Manfred Speng: Die Hirnforschung widerspricht der Gender-Ideologie

(idea) – Die Ziele der Gender-Ideologie stehen im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Hirnforschung. Diese Ansicht vertritt der Professor für Physiologie und Biokybernetik, Manfred Spreng (Erlangen), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Der englische Ausdruck Gender bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht. 

Die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive (Gender Mainstreaming) ist verbindliche Richtlinie für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und gilt auch in der evangelischen Kirche. Spreng zufolge gibt es aber entscheidende Unterschiede der Anlagen von Mann und Frau. Sie lägen in der hormonellen und immunologischen Ausstattung sowie der unterschiedlichen Gehirnstruktur. Prägende Unterschiede entstünden bereits im Mutterleib. So setzten Frauen stärker das prozedurale Gedächtnis ein und seien dadurch besser in der Lage, mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen (Multitasking) als Männer. Hingegen begünstige das männliche Gehirn die Erledigung funktioneller, handwerklicher Aufgaben. Dies spiegele sich etwa in der Arbeitswelt wider: So sei die Mehrzahl der Verkäufer weiblich, hingegen 98 Prozent der Kfz-Mechatroniker männlich. Obwohl Norwegen bereits seit über 30 Jahren eine Gender-Erziehung praktiziere, habe sich dort der Anteil der Ingenieurinnen von zehn Prozent kaum vergrößert. 

Auch der Anteil der Krankenpflegerinnen liege nahezu unverändert bei 90 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeige sich bei der Kibbuz-Bewegung in Israel: Diese habe bei der Arbeit anfänglich keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht. Das habe sich später dramatisch geändert: Auf Wunsch der Frauen leisteten dort die Männer wieder die körperlich schwerere Arbeit, die Frauen hätten traditionell weibliche Arbeiten übernommen.

Kritik an „Geschlechterverwirrung“

Spreng rechnet daher nicht damit, dass die Bestrebungen der Politik in Deutschland, Frauen in typische Männerberufe zu bringen, von großem Erfolg gekrönt sein werden. Kritik äußerte er am Ziel von Gender-Vertretern, zur „Veruneindeutigung“ und „Geschlechterverwirrung“ beizutragen. Es sei gefährlich, wenn man unter zahlreichen Identitäten wählen könne, etwa androgyn, genderqueer, transgender, pangender oder crossgender. Die Dekonstruktion der Geschlechter trage nicht zu einer besseren Gesellschaft bei.

Ein Kleinkind braucht eine enge Bindung an die Mutter

Spreng warnte davor, die Bedeutung der Mutter abzuschwächen. Wenn man Mutter und Kind früh trenne, könne es Probleme beim Erlernen der Muttersprache geben. Schon im Mutterleib nehme der Mensch die Sprache der Mutter wahr. Auch nach der Geburt sei das Kind auf die Stimme der Mutter fixiert. 


Die Bindungsforschung zeige, dass in den ersten zwei bis drei Lebensjahren die enge Bindung an die Mutter die beste Voraussetzung für die kognitive und emotionale Sicherheit des Kindes sei. Die starke Zunahme von Lese-Rechtschreibschwäche, Sprachstörungen und Verhaltensauffälligkeiten sei auch auf die staatlich geförderte Abschaffung der Vollzeitmutter und die entsprechende Zunahme von Fremdbetreuung zurückzuführen. 

Mehrere Studien zeigten, dass Krippenkinder einen deutlich erhöhten Ausstoß des Stresshormons Cortisol aufweisen. Ein dauerhaft hoher Cortisol-Wert bremse die Gehirnreifung und verändere die Struktur des Hippocampus, der zentralen Schaltstation des Gehirns. In der Folge könne es zu Hyperaktivität und Leistungsverlusten kommen. Spreng ist Referent beim Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 26. bis 28. Februar 2015 in Hamburg stattfindet.

Immer mehr Schüler brauchen Nachhilfeunterricht

In der Schweiz brauchen immer mehr Schüler Nachhilfeunterricht. Die Nachhilfequote in der 8. und 9. Klasse ist innerhalb von drei Jahren von knapp 30 auf 34 Prozent angestiegen, berichtet der Tages-Anzeiger am 09.11.2014.

Dies sei ein enormer Anstieg und entspreche einer Steigerung um über zehn Prozent, sagte er in einem Interview zu einer neuen Studie über das Ausmaß des Nachhilfeunterrichts. „Auch gute Schüler kämen heute nicht mehr unbedingt ins Gymnasium - von den vier Besten in einer Klasse schaffen es vielleicht nur die drei Ersten“, sagte Wolter weiter. Die Daten der Studie stammen aus einer Pisa-Zusatzbefragung, bei der 14.543 Schüler im Jahr 2012 befragt wurden.

Die meisten Schüler mit Nachhilfe kommen aus “privilegiertem Elternhaus“, schreiben die Bildungsforscher, also aus Familien mit höherem Einkommen, somit ist ein Teil der Bildung käuflich, sagt Studienleiter Stefan Wolter, Geschäftsführer der Koordinationsstelle für Bildungsforschung. Das Bestehen der Aufnahmeprüfung in das Gymnasium könne man sich bis zu einem gewissen Grad “erkaufen“, bestätigt Daniel Reichmuth, Rektor am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Zürich. „Um die Chancengleichheit sicherzustellen, braucht es an den Volksschulen kostengünstige Vorbereitungskurse“.

Für den Bildungsforscher hat nicht unbedingt die Schule versagt. Bei Schülern, die lange in die Nachhilfe gingen, sei es wohl eher ein Elternproblem. „Es gibt Eltern, die mit dem Leistungsniveau ihres Kindes, das es auf natürliche Weise erbringen würde, nicht zufrieden sind. Sie wollen es auf ein anderes Leistungsniveau hinauf pushen, wo es eigentlich gar nicht hingehört“, sagte Wolter weiter.

Nachhilfe nütze kurzfristig sicher, wenn es sich um sporadische Nachhilfe handle, wenn etwa ein bestimmter Stoff nicht verstanden worden sei. „Bei regelmäßigem Hochfrequenzunterricht, also wenn man viele Nachhilfelektionen über eine lange Zeit nimmt, ist die Wirkung eher negativ“, sagte er.

Es könne dazu führen, dass die Schüler ihre eigenen Lernanstrengungen reduzierten und sich zudem die Lösungen in Aufgaben nicht mehr selber überlegten. Sie würden keine eigenen Lernstrategien mehr entwickeln. „Die Folge ist eine Verschlechterung, weil die Schüler wenig lernen und neue Probleme nicht selber lösen können“.

Warum sich immer mehr junge Menschen gegen die Gründung einer Familie entscheiden

Jung, gebildet und trotzdem arbeitslos

Viele junge Menschen ereilt dieses Schicksal - nicht nur nach dem Studium, sondern auch nach ihrer Ausbildung – sind sie arbeitslos. Während es vor 20 Jahren selbstverständlich war, dass Lehrlinge in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen wurden, beschäftigen die Betriebe sie nun oftmals noch ein Jahr.

Selbst wenn sie in Bereichen arbeiten, die Verbandsfunktionäre immer als entscheidend für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit anführen. Jennifer Schütt etwa hat direkt nach dem Abitur eine Lehre zur Kommunikationselektronikerin gemacht. Weil der Berufseinstieg schwerfiel, schloss die heute 29-Jährige ein Ingenieurstudium an. Junge Ingenieure, hatte Schütt im Fernsehen gesehen, seien in Deutschland stark gefragt. Heute sagt die junge Frau: "Ich kann das nicht nachvollziehen." Seit neun Monaten sucht sie einen Arbeitsplatz - und ist jetzt nur bei einer Zeitarbeitsfirma untergekommen. Zu geringerem Gehalt und weniger Urlaub als festangestellte Kollegen - und innerhalb weniger Tage in ganz Deutschland einsetzbar. Wenn aber schon Ingenieurinnen im Technikland Deutschland keine Arbeit mehr finden, fragt sich nicht nur Jennifer Schütt: "Wann im Leben kann ich denn mal mit Sicherheit rechnen?"

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse nennen die Experten solche Jobs, weil sie keine sichere Perspektive bieten. Familienexperten haben diese Arbeitsplätze als eine Ursache dafür ausgemacht, dass sich immer weniger junge Menschen zur Gründung einer Familie entschließen. Dazu passt eine Studie, die die Deutsche Bank gestern veröffentlicht hat. 72 Prozent der Heranwachsenden zwischen 14 und 25 Jahren machen sich demzufolge Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Im Jahr 2009 waren es noch 61 Prozent.

Dieser traurige Befund fügt sich in den Datenschatz, den das Statistische Bundesamt pünktlich zum weltweiten Tag der Jugend geöffnet hat: Insgesamt ist in Deutschland weniger als jeder Zweite zwischen 15 und 24 erwerbstätig. Unter diese Statistik fallen aber auch viele Studenten.

Mit Material des Handelsblatts

Gesundheitsrisiken durch übermäßige Smartphone-Nutzung

Smartphone-Besitzer werden immer jünger: während 2010 noch 47 Prozent der 12-19-Jährigen in der Schweiz ein Smartphone hatten, waren es 2012 bereits 79 Prozent. Die permanente Verfügbarkeit ist zu einem Selbstverständnis der jungen Generation geworden. Viele Jugendliche gehen mit ihrem Smartphone ins Bett und surfen nachts noch stundenlang im Internet.

Über die Folgen der übermäßigen Smartphone-Nutzung klärt eine Studie der Universität Basel vom September auf. Für diese Studie wurden 362 Jugendliche zu ihrem Nutzungsverhalten verschiedener Medien befragt. Als primäre Ergebnisse wurden Schlafstören und ein erhöhtes Risiko für die psychische Gesundheit festgestellt. Schlafmangel wie auch die verminderte Schlafqualität können die Hirnfunktionen beeinträchtigen und zu einem labilen psychischen Befinden führen. In jungen Jahren sei man zudem besonders anfällig eine Depression zu entwickeln. Besonders kritisch sei das nächtliche Onlineverhalten der Jugendlichen auf Facebook und in Chatrooms.

Im Zeitalter von Social-Media fordern die Autoren der Studie weit verbreitete Sensibilisierungsmaßnahmen, die aufklären, wie gesundheitsschädlich das exzessive Surfen vor den abendlichen Ruhestunden sein kann. Weiter sprechen sie sich für die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Geräten aus. Je jünger die Nutzer, desto mehr sind auch die Eltern in der Verantwortung darüber aufzuklären und nächtliches Surfen zu unterbinden.

Mit Angaben der NZZ

CSU kritisiert grüne Umbenennungen: Weihnachtsmärkte sind keine “Winterfeste”

(PM Josef Zellmeier MdL CSU) In der zwangsweisen Umbenennung des Weihnachtsmarktes im Berliner Bezirk Kreuzberg in „Winterfest“ sieht Josef Zellmeier, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, einen klaren Verstoß gegen die Meinungs- und Religionsfreiheit: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Zwangsumbenennung mit dem Grundgesetz vereinbar ist. 

Deutsche Traditionen werden einer extrem linken Sprachdiktatur geopfert. Das ist ein Rückfall in kommunistische Zeiten, in denen man versucht hat, Nikolaus und Christkind durch Väterchen Frost zu ersetzen. Die Missachtung der eigenen kulturellen Prägung hat nichts mit Toleranz zu tun, ist vielmehr ein Auswuchs falsch verstandener Multikulti-Ideologie.“

Dieser Beschluss, getragen von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann von den Grünen, passt laut Zellmeier zur grünen Verbotspartei: „Erst wollten uns die Grünen das Fleischessen verbieten, jetzt geht es Weihnachten an den Kragen. Weihnachts- und Christkindlmärkte sind fester Bestandteil unserer christlichen Kultur – egal ob in Berlin, in Bayern, oder sonst wo in Deutschland – und vom Grundgesetz gedeckt.“


Die Zwangsumbenennung des Weihnachtsmarktes ist derweil nicht die einzige Ausprägung dieser Ideologie: „Das Bezirksamt verständigt sich darauf, dass grundsätzlich keine Genehmigungen für Veranstaltungen von Religionsgesellschaften im öffentlichen Raum erteilt werden“, heißt es laut Medienberichten in einem Protokoll des Bezirksamtes Kreuzberg. „Das Aussperren von Religionsgesellschaften aus dem öffentlichen Raum hat ebenfalls nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Dieser Beschluss steht aus meiner Sicht genau wie die Umbenennung des Weihnachtsmarktes im direkten Gegensatz zum Grundgesetz“, so Zellmeier.

Täglicher Konsum von Cannabis lässt das Gehirn schrumpfen/Konsumenten spüren Folgen nicht, da sich Vernetzung stabilisiert

(Pressetetx - Michaela Monschein/pte016/11.11.2014/10:30) Regelmäßiger Cannabis-Konsum lässt das Gehirn schrumpfen, wie die University of Texas http://utdallas.edu ermittelt hat. Bis zu einem gewissen Maß wird der Verlust an Gehirnvolumen durch ein Mehr an Verbindungen zwischen den Neuronen ausgeglichen. Die Experten warnen jedoch davor, dass ein zu langer Konsum wahrscheinlich zu Schädigungen des Gehirns führt. Die Studie gilt als eine der ersten, die die neurologischen Langzeitfolgen untersucht hat.

Orbitofrontaler Kortex betroffen

Das Forscherteam um Co-Autorin Sina Aslan drei verschiedene Kernspinresonanz-Methoden, um unterschiedliche Eigenschaften des Gehirns zu untersuchen. "Die Ergebnisse legen eine Erhöhung der Konnektivität nahe, die strukturell und funktionell ist. Sie könnte den Verlust der grauen Zellen ausgleichen. Langfristig kommt es jedoch zu einer Verschlechterung der strukturellen Verbindungen", hält Aslan fest.

48 erwachsene Cannabis-Konsumenten zwischen 20 und 36 Jahren wurden untersucht. Ihre Werte wurden mit jenen einer Kontrollgruppe, die die Droge nicht konsumierte, verglichen. Die Cannabis-Konsumenten griffen im Schnitt drei Mal am Tag nach der Droge. Tests zeigten, dass die Mitglieder dieser Gruppe einen niedrigeren IQ hatten. Das schien jedoch nicht mit Veränderungen im Gehirn in Zusammenhang zu stehen.

Den Scans zufolge führte das tägliche Rauchen von Joints zum Schrumpfen des orbitofrontalen Kortex, der bei der Informationsverarbeitung und beim Treffen von Entscheidungen eine Rolle spielt. Er ist auch an den Reaktionen auf Belohnung und Widrigkeiten beteiligt. Eine starke Verbindung besteht auch zur Empathie. Schädigungen des orbitofrontalen Kortex gelten als Mitauslöser für manche Arten von Psychopathien.

Weitere Untersuchungen notwendig

Ein früherer Beginn des Cannabis-Konsums führte zu einer größeren strukturellen und funktionellen Konnektivität. Die größte Erhöhung zeigte sich zu Beginn des Drogenkonsums. Nach sechs bis acht Jahren kontinuierlichen Konsums nahmen die strukturellen Verbindungen ab. Diese Teilnehmer wiesen jedoch weiterhin eine stärkere Vernetzung auf.

Damit könnte laut der in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" http://pnas.org veröffentlichten Studie auch erklärt sein, warum Langzeitkonsumenten trotz einer Verkleinerung des orbitofrontalen Kortex keine Probleme zu haben scheinen. Laut der Mit-Autorin Francesca Filbey hat die aktuelle Studie nicht untersucht, ob diese Veränderungen des Gehirns eine direkte Folge des Drogenkonsums sind.

Die Folgen legten jedoch nahe, dass der Zeitpunkt des Beginns und die Dauer eine Rolle spielen. Zusätzlich dürften die grauen Zellen empfindlicher auf die Auswirkungen von THC reagieren. Weitere Studien seien nötig, um herauszufinden, ob eine Beendigung des Konsums die Veränderungen im Gehirn wieder rückgängig machen kann und ob ähnliche Auswirkungen auch bei gelegentlichen Konsumenten auftreten.

JIM-Studie 2014: Hohe Radionutzung, mäßige Vertrauenswürdigkeit

Die heutige Medienlandschaft konfrontiert Jugendliche oftmals mit verschiedenen Sichtweisen und kontroversen Darstellungen zu unterschiedlichsten Themen. Die Einschätzung und Bewertung der Seriosität von Informationsquellen und deren Vertrauenswürdigkeit hat darum große Bedeutung.Ein Indikator, um Medienimages aus Sicht der Jugendlichen zu beschreiben, ist daher die Glaubwürdigkeit der verschiedenen Mediengattungen.

In der JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, die heute in Mannheim der Öffentlichkeit präsentiert wurde, wurde das Image verschiedener Mediengattungen hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit untersucht. Hierzu wurden die Jugendlichen gefragt, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung? In diesem Szenario vertrauen 40 Prozent der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen der Berichterstattung der Tageszeitungen, gut ein Viertel entscheidet sich für das Fernsehen (26 %). Radiomeldungen sind für 17 Prozent am vertrauenswürdigsten, während der Internetberichterstattung mit 14 Prozent am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird. Und dies, obwohl die Tageszeitung von deutlich weniger Jugendlichen regelmäßig genutzt wird (32 %) als Radio (73 %), Fernsehen (83 %) oder Internet (94 %).

Diejenigen, die das Internet für das glaubwürdigste Informationsmedium halten, nennen als vertrauenswürdigste Internetseite mit jeweils 16 Prozent Spiegel Online und Google. An zweiter Stelle steht Wikipedia (15 %), danach folgen Facebook sowie diverse E-Mail-Provider mit jeweils elf Prozent. Neun Prozent nennen YouTube als vertrauenswürdigstes Internetangebot, acht Prozent vertrauen auf den Online-Auftritt überregionaler Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung, der FAZ oder der ZEIT.

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit verschiedener Medien greift die JIM-Studie seit 2005 in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche trotz extremer Digitalisierung des Alltags in dieser Frage sehr konservativ urteilen. Sowohl Tageszeitung (2005: 42 %), Fernsehen (2005: 28 %) als auch Internet (2005: 16 %) weisen in den letzten neun Jahren relativ konstante Werte hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit auf, nur das Radio (2005: 10 %) hat sieben Prozentpunkte dazu gewonnen.


Informationsflut Smartphone – Jeder zweite Jugendliche fühlt sich zeitweise überfordert

Smartphones haben unseren Alltag verändert. Das Lesen, Beantworten und Verwalten aller eingehenden Nachrichten nimmt immer mehr Zeit in Anspruch, Handypausen sind selten und müssen bewusst gestaltet werden. Diese zunehmende Informationsflut und ständige Erreichbarkeit wird auch von Jugendlichen als problematisch wahrgenommen.

64 Prozent der zwölf- bis 19-jährigen Smartphone- und Handybesitzer stimmen der Aussage voll und ganz bzw. teilweise zu, dass sie zu viel Zeit mit dem Handy/Smartphone verbringen. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen ist manchmal genervt von der Fülle eingehender Nachrichten. Trotzdem befürchtet jeder Vierte, etwas zu verpassen, wenn das Handy/Smartphone ausgeschaltet ist.

Das Thema Apps wird von Jugendlichen offensichtlich eher pragmatisch angegangen und spielt im Freundeskreis keine allzu große Rolle. Nur jeder fünfte Jugendliche möchte neue Apps, die die Freunde installiert haben, auch so schnell wie möglich nutzen. In diesem Zusammenhang überrascht es nicht, dass Jugendliche durchschnittlich nur 19 Apps auf ihrem Mobiltelefon installiert haben. Angesichts des großen Angebots an kostenlosen Handy-Anwendungen stellt sich die Frage, ob einige wenige Apps alle gewünschten Funktionen erfüllen, oder ob der Markt für Jugendliche zu unüberschaubar ist.

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2014 telefonisch befragt. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR). Kooperationspartner bei der JIM-Studie ist die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG).

Quelle: Pressemitteilungen des mpfs vom 24. und 28.11.2014.